In this Thursday, Jan. 5, 2012 photo a fisherman untangles a fish from his net in the port of the southern Spanish city of Barbate, Spain. Hundreds of angry fishermen and their families are protesting an EU decision scrapping an accord that let them work in Moroccan waters, likening it to a death-knell for their economically depressed town in southern Spain. The demonstrators waved red-and-white union banners and chanted Monday Jan, 9, 2012 as they marched through Barbate, a fishing-dependent town of 20,000 in the southern Andalusia region. The fishermen are also staging a one-day strike. EU lawmakers voted last month not to renew an accord that let European vessels fish in Moroccan waters. Among other complaints, the lawmakers called the euro36 million ($47 million) a year pricetag too expense and said the agreement led to over-exploitation of fishing stocks. (Foto:Emilio Morenatti/AP/dapd)

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Kehrtwende
02/27/2013

EU-Staaten einigten sich auf Fischerei-Reform

Versehentlich gefangene Tiere sollen wieder zurück ins Wasser.

In einem nächtlichen Verhandlungsmarathon haben sich die EU-Staaten auf eine Kehrtwende in der Fischereipolitik geeinigt. Das teilte der Verhandlungsleiter, der irische Fischereiminister Simon Coveney, Mittwoch früh in Brüssel mit. Die Einigung werde "die Art, wie Europa Fisch fängt, verändern", jubelte Coveney.

Beim Kampf gegen die Überfischung soll künftig ein Verbot helfen, versehentlich gefangenen Fisch wieder zurück ins Wasser zu werfen. Denn dort landen die Tiere oft tot oder verletzt.

Schrittweise Reduktion

Ganz vermeiden lassen sich diese sogenannten Beifänge aber nicht, deshalb bleiben sie in einer gewissen Höhe erlaubt, allerdings wird die Menge jedes Jahr etwas verringert. In mehreren Jahren soll die Zahl der Rückwürfe dann auf sieben Prozent sinken. Zudem wird dieses Rückwurfverbot in den unterschiedlichen europäischen Gewässern in den verschiedenen Regionen erst schrittweise eingeführt.

Nur Schweden sprach sich gegen den Kompromiss aus. Nun beginnen Gespräche mit dem Europaparlament - die Volksvertreter müssen am Ende zustimmen. Da die Parlamentarier ehrgeizige Reformen fordern, könnten sie noch eine weitere Verschärfung der Pläne erzwingen.

EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki will den Fischern helfen, sich auf die "ganz neue Realität" einzustellen. Im April wollte sie über Möglichkeiten beraten, den Fischern mit EU-Geldern bei den nötigen Investitionen zu helfen. Dabei kann es zum Beispiel um neue Netze für gezielteren Fischfang gehen.

Das Rückwurfverbot hatten die Minister prinzipiell bereits im vergangenen Sommer beschlossen, damals aber umstrittene Detailfragen zum Zeitplan und zu Ausnahmeregelungen vertagt.

Kampf gegen illegalen Fischfang

Zeitgleich hat das Interpol-Programm gegen Umweltkriminalität mit Unterstützung der Non-Profit-Organisation The Pew Charitable Trusts, des norwegischen Außenministeriums und des norwegischen Amts für Entwicklungszusammenarbeit den Start einer groß angelegten weltweiten Initiative zur Bekämpfung des illegalen Fischfangs und der damit verbundenen Straftaten angekündigt. Diese Initiative namens Projekt "SCALE" wurde im Rahmen der ersten Internationalen Konferenz zur Durchsetzung von Fischereivorschriften der Interpol ins Leben gerufen.

Bilder: Internationaler Tag der Eisbären

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