© REUTERS/NAVESH CHITRAKAR

Wirtschaft
08/11/2021

Erneut Hafen-Schließung in China nach Coronafall

Chinas zweitgrößter Containerhafen hat Beladen und Löschen von Fracht am Mittwoch eingestellt.

Erneut hat ein Containerhafen in China seinen Betrieb nach der Corona-Infektion eines Mitarbeiters eingestellt und lässt die Sorge vor einer Störung der ohnehin angespannten globalen Lieferketten wachsen. Der Ningbo Maidong Terminal im Osten des Landes hat das Beladen und Löschen von Fracht am Mittwoch eingestellt.

"Es wurden sofort alle Operationen gestoppt und das Hafengebiet geschlossen, nachdem der Covid-19-Test des Personals positiv ausgefallen war", sagte der stellvertretende Generaldirektor des Hafenbetreibers Ningbo Zhoushan Port, Jiang Yipeng.

Asymptomatische Infektion

Ningbo Zhoushan ist Chinas zweitgrößter Containerhafen nach Shanghai und entstand vor Jahren durch die Fusion der Häfen von Ningbo und Zhoushan. Dort wurden in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 18,68 Millionen Zwanzig-Fuß-Standardcontainer (TEU) umgeschlagen, ein Plus von 17,1 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Mittlerweile warten 28 Containerschiffe vor dem Hafen von Ningbo Zhoushan. Für Meidong, wo etwa Container für die Linien China-Europa und China-Naher Osten umgeschlagen werden, gab der Hafen keine gesonderten Daten bekannt.

Der Mitarbeiter, der im Hafen von Meidong positiv auf Covid-19 getestet worden war, hatte im Jänner und März dieses Jahres zwei Corona-Impfungen des chinesischen Vakzin-Herstellers Sinovac erhalten, wie ein Beamter der Stadtverwaltung von Ningbo sagte. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass es sich um eine asymptomatische Infektion handelt.

Gravierende Folgen

Die coronabedingte zeitweise Schließung des chinesischen Handelshafens Yantian im Mai und Juni hat der deutschen Wirtschaft zufolge gravierendere Folgen für globalen Lieferketten und Warenströme als zuvor die Schiffshavarie im Suezkanal. Vor allem für die Technik- und Elektronikbranche stellten die zwischenzeitlich bei der Container-Verladung eingetreten Verzögerungen ein Problem dar, wie der deutsche Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) bei einer Mitgliederbefragung herausfand.

Die Störung der Lieferketten ist ein ernstes Problem für die Handelsnation Deutschland. Fast 64 Prozent der Industriebetriebe klagten in der Juli-Umfrage des Ifo-Instituts über Engpässe bei Vorprodukten wie Chips.

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