Fiasko statt Forza: Elektro-Ferrari lässt Aktie abstürzen
Luce kommt nicht so gut an: Da schauen die Ferrari-Augen entsetzt.
Voller Hoffnung hat Ferrari am Montag sein erstes vollelektrisches Auto, den Luce, vorgestellt. Bei Fans scheint der mehr als 1000 PS starke Fünfsitzer aber nicht gut anzukommen. Viele halten den vom ehemaligen Apple-Designer Jony Ive mitgestalteten Sportwagen für das hässlichste Auto aller Zeiten. Die Ferrari-Aktie verlor 7,2 Prozent und fiel auf 287,7 Euro.
„Zerstörung eines Mythos“
Der frühere Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo warnte vor möglichen Imageschäden durch ein elektrisches Modell. Ferrari riskiere damit die „Zerstörung eines Mythos“. Der ehemalige italienische Industrieminister Carlo Calenda bezeichnete „Luce“ als „ästhetische und technologische Beleidigung“ für alle Fans der Marke Ferrari.
Mit dem Modell „Luce“ wagt Ferrari einen strategischen Kurswechsel. Während Wettbewerber wie Porsche und Lamborghini ihre Elektropläne angesichts schwächerer Nachfrage teilweise zurückgefahren haben, setzt Ferrari dennoch auf den Einstieg in die Elektromobilität. Der Luce soll 550.000 Euro kosten, die Auslieferung im vierten Quartal beginnen.
China im Visier
Ferrari-Vorstandschef John Elkann bezeichnete den Luce als zukunftsweisenden Schritt. Das Modell bekräftige, was Ferrari seit jeher auszeichne: den Mut, die Grenzen des Möglichen neu zu definieren. Der viertürige „Luce“ ist der erste Fünfsitzer in der Geschichte Ferraris und richtet sich mit einem 600 Liter großen Kofferraum auch an wohlhabende Familien. Das Modell soll auch die Marktchancen in Regionen wie China verbessern, wo große Verbrennerfahrzeuge hoch besteuert werden.
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