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Ferrari Luce: So sieht das erste Elektroauto von Ferrari aus

Ferrari stellt sein erstes Elektroauto vor - mit einem Design, das wohl für viele Ferraristi überraschend kommt.
Ferrari Luce

Zusammenfassung

  • Ferrari präsentiert mit dem Luce sein erstes Elektroauto, das mit neuem Design von LoveFrom, vier Türen und fünf Sitzen überrascht.
  • Technisch setzt der Luce auf eine 800-Volt-Architektur, 122-kWh-Akku, vier Elektromotoren mit 772 kW/1050 PS und 530 km Reichweite.
  • Marktstart ist Ende des Jahres, einen Preis gibt es noch nicht.

Lange war es angekündigt, nun ist es also soweit und Ferrari präsentiert das erste Elektroauto, das aus Maranello kommt, den Luce.

„Wir haben ein Auto geschaffen, das einzigartige Fahrerlebnisse mit außergewöhnlicher Leistung, Fahrspaß und Komfort für die Ferraristi von heute und morgen verbindet“, sagt der CEO von Ferrari, Benedetto Vigna.

Das Design - das ganz bestimmt für Diskussionen sorgen wird - wurde von Ferrari gemeinsam mit LoveFrom entwickelt, einem in den USA ansässigen Kollektiv, das von Sir Jony Ive gegründet wurde. Und der war davor unter anderem für Apple tätig. Das Leitprinzip für das Design war die Vereinfachung, mit Designelementen, die an geschlossene Formen und glatte, klare Konturen erinnern, heißt es aus Maranello. Und der Elektroantrieb ermöglicht eine völlig neue Karosserieform, die großzügig Platz für vier Türen und fünf Sitze bietet. Damit ist der Luce der zweite Ferrari mit vier Türen, aber der erste, der dabei auch fünf Sitze bietet.

Ferrari Luce

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Ferrari Luce

Die schwebenden Front- und Heckflügel sollen für eine optimale Aerodynamik und Leistung sorgen. Stichwort Aerodynamik. Um Reichweite zu generieren, erzielt man beim Luftwiderstand einen neuen Benchmark in der Historie der Marke. Am Heck zitieren die vier Rundleuchten einen 360 Modena oder einen 458 Italia.

Das ebenfalls sehr unkonventionell gestaltete Interieur wurde schon vorab gezeigt. Hier werden mechanische Tasten, Drehregler, Kippschalter und Schalter mit multifunktionalen Digitalanzeigen kombiniert.

Zur Technik. Ferrari setzt auf eine 800-Volt-Architektur und basiert natürlich auf einer eigens entwickelten Plattform. Der Akku hat eine Kapazität von 122 kWh und Ferrari betont, dass der Akku vollständig in Maranello entwickelt, getestet und gefertigt wurde. Für die Zellen hat man sich mit SK on zusammengetan.

Geladen werden kann der Luce mit bis zu 350 kW. Die Reichweite gibt Ferrari mit 530 Kilometer an.

Der Antrieb erfolgt über vier Elektromotoren, wobei jeder Motor ein Rad antreibt. Die Viermotor-Architektur mit zwei Motoren pro Achse wurde nicht nur entwickelt, um die Gesamtleistung zu steigern, sondern vor allem, um die Drehmomentsteuerung deutlich zu verbessern, erklären die Entwickler.

Das Torque Vectoring teilt sich in zwei Funktionen auf: Die erste ist das virtuelle Differential (vDiff) an der Hinterachse, das für eine geradlinige Spurführung des Fahrzeugs und Stabilität auf geraden Strecken sorgt. Die zweite ist das Ferrari Lateral Optimisation Wheeltorque (FLOW), bei dem es sich im Wesentlichen um ein Torque Vectoring handelt, das an beiden Achsen aktiv ist: Beim Herausfahren aus einer Kurve steuert es das hintere Drehmomentdifferenzial, um die Traktion zu maximieren, und das vordere Differenzial, um Untersteuern und Übersteuern auf natürliche Weise zu kontrollieren.

Die vier Motoren leisten gemeinsam 772 kW/1050 PS und beschleunigen den Luce in 2,5 Sekunden auf 100 km/h. Und weil es ein Ferrari ist, könnte er sogar bis zu 310 km/h schnell fahren.

Übrigens erteilt Ferrari künstlichen Motorsounds, die V8-Motoren oder ähnliches imitieren wollen, eine Absage. In einem elektrischen Ferrari gibt es nur den Klang, der authentisch und funktional ist, das heißt, er muss in der Mechanik verwurzelt sein und wirklich dem Fahrerlebnis dienen – niemals das Ergebnis einer künstlichen Konstruktion sein. Aus diesem Grund wird der Klang des Autos nicht erzeugt, sondern direkt an der Quelle aufgenommen, erklärt man bei Ferrari.

Marktstart für den Ferrari Luce ist Ende des Jahres. Einen Preis hat man noch nicht genannt - man spekuliert aber mit fast 600.000 Euro.

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