Hohe Strompreise: Ins Netz gegangen
Die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Energiekosten haben die heimischen Verbraucher über Gebühr belastet. Die frühere Bundesregierung hat zu spät und mit falschen und teuren Mitteln darauf reagiert. Die jetzigen Verantwortlichen versuchen es anders anzugehen, wobei es manchmal beim Versuch bleibt.
Das sogenannte „Billigstrom-Gesetz“ ist teils ein Marketingschmäh – ebenso die nur heuer wirksame Senkung der Elektrizitätsabgabe mit einer Ersparnis von im Durchschnitt 50 Euro je Haushalt im Jahr. Lobenswert sind jedenfalls der neue Sozialtarif sowie die jetzige Initiative zur Finanzierung des notwendigen, aber teuren Netzausbaus.
Und die Regierung liegt richtig, wenn sie die Konsumenten dazu auffordert, in der Energiekompetenz fitter zu werden. Die Wechselrate von nur 5,4 Prozent aller Stromkunden ist viel zu niedrig. Dabei könnten sich Kunden so Hunderte Euro im Jahr sparen. Und keine Sorge, der Strom fließt auch nach dem Wechsel ohne Unterbrechung.
Wahr ist aber auch, dass die hohen Netzkosten, die die E-Control anhand der Daten der Betreiber festlegt, ein Ärgernis bleiben und trotz Anbieterwechsel nicht geringer werden. Nach der Entflechtung von Versorgern und Betreibern vor 25 Jahren können Letztere weiterhin ihre Monopolstellung ausnutzen. Hier schlummern noch Sparpotenziale.
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