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Wirtschaft
02/28/2020

Dreamliner"‐Triebwerksprobleme belasten Rolls‐Royce ‐ Hoher Verlust

Im vergangenen Jahr stand ein Verlust von 1,3 Milliarden britischen Pfund (rund 1,5 Mrd Euro).

Den britischen Triebwerksbauer Rolls-Royce sind die Probleme mit seinem „Dreamliner“-Triebwerk Trent 1000 teuer zu stehen gekommen. Im vergangenen Jahr stand ein Verlust von 1,3 Milliarden britischen Pfund (rund 1,5 Mrd Euro), wie der Konkurrent von General Electric am Freitag in London mitteilte.

Vor allem eine Sonderbelastung von 1,4 Milliarden Pfund schlug ins Kontor. Dennoch ging das Minus im Vergleich zum Vorjahr um fast die Hälfte zurück. Bereits 2018 hatten die Probleme den Konzern erheblich belastet und einen Verlust von 2,4 Milliarden Pfund verursacht.

Trotz der anhaltenden Schwierigkeiten mit dem „Dreamliner“-Triebwerk, dessen Triebwerksschaufeln sich vorzeitig abnutzten, gelang es Rolls-Royce, den Umsatz 2019 zu steigern. Die Erlöse stiegen um 5 Prozent auf 16,6 Milliarden Pfund. Dabei profitierten die Briten von guten Geschäften in allen Sparten und besonders in der zivilen Luftfahrt. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn kletterte um rund ein Viertel auf 808 Millionen Pfund.

Für das Jahr 2020 peilt Rolls-Royce beim bereinigten operativen Gewinn ein Wachstum von 15 Prozent im Kerngeschäft an. Der Umsatz soll auf vergleichbarer Basis stabil bleiben oder im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen. Im Hinblick auf sein Mittelfristziel bleibt der Triebwerksbauer zuversichtlich.
Die Folgen des neuartigen Coronavirus sieht Rolls-Royce als Risiko und hat mögliche Belastungen durch die Epidemie aus der Prognose ausgeklammert. Die Epidemie könne in naher Zukunft Folgen für das Wachstum des Luftverkehrs haben, sagte Unternehmenschef Warren East. Ungeachtet dessen bleibe der langfristige Wachstumstrend intakt.

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