Dosenpfand: Mei Bier is ned deppat
Österreich war lange drittgrößte Biernation der Welt, was den durchschnittlichen Konsum je Kopf betrifft. Nun sind es weniger als 100 Liter, womit wir im Ranking hinter die ebenfalls trinkaffinen Iren zurückgefallen sind. Die Brauer geben neben der hohen Inflation, die vor allem die Konsumfreude im Gasthaus verdorben hat, dem Pfand die Schuld. Besonders in Ostösterreich, wo die „Hülse“ besonders beliebt sei, würden sich nun viele Bierfreunde lieber in Nachbarländern versorgen, wo die Preise niedriger seien und es kein Pfand gebe.
Nicht nur die Bierbranche klagt über das Pfand, auch Limonaden- und Wasserabfüller haben Absatzeinbußen. (Kleinere) Händler ärgern sich nach wie vor über die Abwicklung des Pfandguts und auch Kunden stehen laufend vor vollen oder defekten Geräten. Die gigantische Summe von 300 Millionen Euro floss in die Implementierung des Systems. Geld, das woanders besser investiert gewesen wäre als in ein nicht nur aus Biertrinkers Sicht „deppates System“.
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