Wirtschaft
28.11.2017

Direkte Güterzug-Verbindung zwischen Italien und China eingeweiht

Der Zug legt 10.800 Kilometer in 18 Tagen zurück und rollt auch durch Österreich.

Vom Logistikpol Mortara nahe der norditalienischen Stadt Pavia ist am Dienstag die erste direkte Güterzug-Verbindung zwischen Italien und China eingeweiht worden. Der Zug, der 10.800 Kilometer in 18 Tagen zurücklegen wird, verbindet Mortara im Herzen der Lombardei mit Chengdu, Hauptstadt der chinesischen Region Sichuan, und wird dabei auch durch Österreich rollen.

Auch durch Deutschland, Polen, Weißrussland, Kasachstan und China fährt der Zug, den der Logistikpol von Mortara mit dem chinesischen Konzern Changjiu Logistics betreibt. Das seit 2016 an der Börse Shanghai notierte Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 20 Mrd. Euro ist Marktführer im Bereich Autotransporte zwischen Europa und China und zählt Fahrzeughersteller wie Audi, Jaguar und Land Rover zu seinen Kunden.

Drei Mal pro Woche

Der neue Zug auf der "Seidenstraße" zwischen Italien und China wird ab 2018 drei Mal pro Woche vom Logistikpol Mortara abfahren. Der Zug wird von China mit Produkten für Südeuropa zurückkehren.

"Es gibt große Vorteile, Waren per Bahn statt mit dem Schiff nach China zu befördern. Schiffe brauchen circa 40 bis 45 Tage, um ans Ziel zu kommen. Flugverbindungen sind zwar schneller, sind aber wesentlich teurer als die Bahn", sagte ein Sprecher des Logistikpols von Mortara.