Deutsche Verbraucherschützer warnen: "Akzeptanz von Bargeld sinkt"
Mehrere hundert Euro konnte der Mann aus der Kassa nehmen.
Zusammenfassung
- Verbraucherschützer warnen vor sinkender Akzeptanz von Bargeld im Alltag und möglichen Ausschlüssen für Kinder und Ältere.
- Forderung nach Quotenregelung für Bargeldannahme an SB-Kassen, Automaten und in Geschäften, um Barzahlung sicherzustellen.
- Ausnahmen von der Bargeldpflicht sollen gesetzlich eng begrenzt und nur bei großen Scheinen oder fehlendem Wechselgeld erlaubt sein.
Die Verbraucherzentralen in Deutschland warnen vor zunehmenden Problemen, Alltagskäufe in Geschäften und anderen Einrichtungen bar zu bezahlen. Die Finanzexpertin des Bundesverbands, Dorothea Mohn, sagte: "Die Akzeptanz von Bargeld für Zahlungen im Handel, der Gastronomie und für öffentliche Verwaltungsleistungen sinkt kontinuierlich."
Für Verbraucher führe das zu Konflikten und mehr Aufwand. Etwa Kindern und Älteren drohe ein Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe.
Konkret fordern die Verbraucherschützer, dass auch bei neuen Technologien Barzahlungen möglich sein müssten und nicht erschwert werden dürften - etwa bei SB-Kassen und Automaten für Parkscheine oder für Tickets von Bussen und Bahnen.
"Dies muss durch eine Quote von Bargeld annehmenden Ticketautomaten, Selbstbedienungskassen oder besetzten Bedienkassen je Geschäft erreicht werden", heißt es in einem Forderungspapier des Verbands.
Bei großen Scheinen auch Kartenzahlung
Ausnahmen von der Bargeldakzeptanzpflicht müssten "gesetzlich festgelegt, eng gefasst und gut begründet werden", verlangen die Verbraucherzentralen. Gerechtfertigt sein könnten Ausnahmen etwa, "wenn der Nennwert des Geldscheins in einem deutlichen Missverhältnis zum zu zahlenden Betrag steht oder Wechselgeld trotz sorgfältiger Planung nicht mehr verfügbar ist".
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