Dietrich Mateschitz hat allen Grund zur Freude

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Wirtschaft
06/18/2020

Das sind die reichsten Österreicher: die Liste

Österreich hat nur neun Milliardäre. Das Gros der Superreichen hat bekannte Unternehmen, mit denen sie ihr Vermögen erwirtschaftet haben.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

Deutschland und Österreich sind sich erstaunlich ähnlich, wenn es um ihre Superreichen geht. In beiden Ländern kommt laut dem deutschen Magazin Capital auf knapp eine Million Bürger ein Milliardär. Die Milliardäre haben ein durchschnittliches Vermögen in Höhe von 3,56 Milliarden Euro. In Österreich haben fast alle Milliardäre ihr Vermögen mit ihren Unternehmen gemacht, in Deutschland sind es hingegen viele Erbschaften.

„Die reichsten Menschen Österreichs mussten wie Milliardäre weltweit 2019 Federn lassen. Jeder zweite Vertreter auf der „Forbes“-Liste für 2020 war 'ärmer' als im Vorjahr," heißt es weiter. „Unter den neun österreichischen Spitzenreitern konnten nur zwei ihren Reichtum mehren. Würde man das Vermögen der neun österreichischen Milliardäre zusammenzählen, würden sie mit 36,63 Milliarden Euro auf der globalen Liste Platz 17 einnehmen, zwischen Michael Bloomberg und Jack Ma.

Generell wurde die Kluft zwischen Vermögenden und Ärmeren in Österreich aber größer, wie der Global Wealth Report der Boston Consulting Group jüngst ergab.

Im Folgenden finden Sie eine Liste der neun derzeit reichsten Österreicher.

Nummer 9: Gaston Glock

Der Waffen-Industrielle will laut Capital kein Milliardär sein. Vertreter von Gaston Glock haben gegen dessen Aufnahme in die Rangliste protestiert und die Zahlen von Forbes dementiert, wie das Magazin berichtet. Es steht aber zu seinen Schätzungen, laut denen der Gründer und Mehrheitseigner des Waffenherstellers Glock GmbH aktuell 1,1 Milliarden US-Dollar schwer ist.

Nummer 8: Wolfgang Leitner

Platz acht geht laut Capital ebenfalls an einen Selfmade-Milliardär. "Wolfgang Leitners Vater war drei Jahrzehnte lang als Arbeiter beim Anlagenbauer Andritz beschäftigt. 1994 übernahm sein Sohn den Posten des Vorstandsvorsitzenden und machte den Andritz zu einem der größten Unternehmen Österreichs, wie Forbes berichtete", heißt es weiter. "Aber auch Leitner musste seit März 2019 Verluste einstecken. Das Vermögen des 67-Jährigen sank laut den Analysten von 1,7 auf 1,2 Milliarden Dollar.

Nummer 6: Michael Tojner

Der gebürtige Niederösterreicher Michael Tojner wird laut Capital mit einem Vermögen von 1,69 Milliarden Euro auf Platz 1135 des weltweiten Rankings geführt. Tojner kaufte 2007 den deutschen Batteriehersteller Varta und führte ihn zehn Jahre später an die Frankfurter Börse. Sein 56-prozentiger Anteil an Varta ist laut Forbes mehr als 890 Millionen Euro wert.

Nummer 6: Helmut Sohmen

Der 80-jährige Helmut Sohmen ist ehemaliger Chairman und Präsident des Schiffahrtsimperiums Bergesen-Worldwide (BW Group), das sein Schwiegervater in Hongkong aufgebaut hat. Inzwischen hat er die Geschäfte an seinen Sohn abgegeben. Sein Vermögen ist im vergangenen Jahr von 2,22 Milliarden Euro auf 1,69 Milliarden Euro geschrumpft.

Nummer 5: Heidi Horten

Heidi Horten knackt laut Capital als erste Österreicherin die Top 1.000 der „Forbes“-Milliardärsliste. Sie ist die Witwe von Helmut Horten. Der hatte 1936 die deutsche Warenhauskette gegründet und hinterließ seiner Frau 1987 ein Vermögen in Höhe von einer Milliarde Dollar bzw. 890 Millionen Euro, wie Forbes berichtete. Das Vermögen ist mit den Jahren gewachsen und in den vergangenen Jahren konstant geblieben, heißt es weiter. Die Analysten schätzten den Reichtum der 79-Jährigen auf 2,67 Milliarden Euro.

Nummer 4: Georg Stumpf

Georg Stumpf ist laut Capital einer von zwei österreichischen Milliardären, die ihr Vermögen im vergangenen Jahr vermehren konnten. Dem Investor gelang sogar ein Plus von fast 50 Prozent auf 3,91 Milliarden Euro."Das reichte weltweit für Platz 401. 2017 hatte der Zähler noch bei 1,33 Milliarden Euro gestanden. "Stumpf trat als Bauunternehmer in die Fußstapfen seines Vaters. Mit dessen Darlehen in fünfstelliger Höhe legte Stumpf 1994 den Grundstein für seinen Erfolg Er ist Aufsichtsratsvorsitzender des Gebäudetechnik- und Anlagenbauunternehmens Exyte AG. Die Garage seiner Villa in Wien bietet laut Forbes Platz für 40 Autos", heißt es weiter.

Benko kauft Globus zu gleichen Teilen mit Central Group

Nummer 3: René Benko

René Benko ist mit einem Vermögen in Höhe von umgerechnet 4,18 Milliarden Euro laut Forbes der drittreichste Mensch in Österreich. Weltweit belegt der 43-jährige Gründer der Signa Holding Platz 361. "Das größte private Immobilienunternehmen des Landes kann dem Bericht zufolge Vermögenswerte in Höhe von 20 Milliarden Euro vorweisen. In Deutschland machte sich Benko durch den Kauf der Warenhausketten Karstadt und Galeria Kaufhof einen Namen. Karstadt und Galeria Kaufhof wurden 2019 zu einem Konzern verschmolzen, haben aber ein Gläubigerschutzschirmverfahren beantragt. Im Zuge der Corona-Krise sollen 80 der mehr als 170 Filialen geschlossen werden. Das dürfte viele Jobs kosten. Benko ist seit 2018 Miteigentümer der beiden österreichischen Tageszeitungen Kronen Zeitung und KURIER.

Nummer 2: Johann Graf

Der Niederösterreicher Johann Graf (73) ist Gründer und Eigentümer des Glücksspielkonzerns Novomatic und aktuell laut Forbes rund 5,78 Milliarden Euro reich. 2019 hatten die Analysten laut Capital sein Vermögen auf 7,2 Milliarden Euro geschätzt. "Einschränkungen beim Glücksspiel in Deutschland sorgten dem Bericht zufolge dafür, dass Novomatic 2018 keinen Gewinn vermelden konnte", heißt es weiter.

Red Bull-Chef Mateschitz wird den Abstieg im Ranking wohl verkraften

Nummer 1: Dietrich Mateschitz

Dietrich Mateschitz (76) spielt unter Österreichs Milliardären laut Capital in einer eigenen Liga. Der Mitgründer und -eigentümer der Red Bull GmbH verfügte laut Forbes zum Stichtag 7. April 2020 über ein Vermögen in Höhe von 14,67 Milliarden Euro. "Das war mehr als doppelt so viel wie beim Zweitplatzierten Johann Graf", heißt es weiter. "Mateschitz' Vorsprung schmilzt allerdings Jahr für Jahr. 2019 hatte er die Liste mit 16,81 Milliarden Euro angeführt, 2018 waren es noch 20,46 Milliarden Euro.

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