N26-Gründer Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf

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Wirtschaft
02/11/2020

Wegen Brexit: N26 kündigt 200.000 Konten in Großbritannien

Die von Österreichern gegründete Handybank schließt in den kommenden Monaten alle Konten im Vereinigten Königreich.

Die von zwei Österreichern in Deutschland gegründete Smartphone-Bank N26 zieht sich komplett vom britischen Markt zurück. "Da Großbritannien nun die Europäische Union verlassen hat, werden wir zu gegebener Zeit nicht mehr in der Lage sein, mit unserer europäischen Banklizenz in Großbritannien zu operieren", erklärten die Unternehmensgründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal am Dienstag.

Deshalb würden in den kommenden Monaten alle Konten im Vereinigten Königreich geschlossen. Laut BBC sind davon rund 200.000 Kunden betroffen. Schon jetzt würden keine neuen Konten mehr angenommen. Die bestehenden werden mit 15. April 2020 geschlossen, teilte das Unternehmen auf seiner englischen Webseite mit.

Im vergangenen Jahr hieß es, das Unternehmen gewinne täglich etwa 1.000 britische Kunden hinzu.

N26 zählt eigenen Angaben zufolge mehr als fünf Millionen Kunden in über zwei Dutzend Ländern. In den USA - wo das Start-up seit September 2019 im Geschäft ist - seien in den vergangenen Monaten in Zusammenarbeit mit der Axos Bank mehr als 250.000 Kunden gewonnen worden.

Das Unternehmen wurde zuletzt mit 3,5 Mrd. Dollar (3,2 Mrd. Euro) bewertet und gilt als wertvollstes deutsches Start-up. Zu den Investoren gehören der Versicherungskonzern Allianz, der Singapurer Staatsfonds, der chinesische Internet-Riese Tencent und der deutsch-amerikanische Investor Peter Thiel.

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