Wirtschaft
11.10.2018

Aus der EU-Zuckermarktordnung: Agrana-Gewinn brach ein

Der Konzern hat im ersten Halbjahr 2018/19 einen Gewinneinbruch von 39,9 Millionen Euro verzeichnet.

Der börsennotierte Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana ("Wiener Zucker") hat im ersten Halbjahr 2018/19 im Lichte des Endes der EU-Zuckermarktordnung vor einem Jahr und niedrigerer Bioethanolpreise einen Gewinneinbruch auf 39,9 Mio. Euro (Vorjahresperiode: 97,3 Mio. Euro) verzeichnet. Der Umsatz ging um 7,4 Prozent auf 1,26 Mrd. Euro zurück, teilte das Unternehmen Donnerstagfrüh mit.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) sank um 51,8 Prozent auf 63 Mio. Euro, so die Agrana weiters. "Tiefstpreise in den Geschäftsbereichen Zucker und Isoglukose nach EU-Quotenende, aber auch im Vorjahresvergleich deutlich niedrigere Ethanolpreise führten zu einem deutlichen Ergebniseinbruch. Die Entwicklung des Segmentes Frucht verlief hingegen mit einem moderat über dem guten Vorjahr liegenden EBIT zufriedenstellend", so der Vorstandsvorsitzende Johann Marihart.

Konzernumsatz unter Vorjahresniveau

Der Umsatz im Segment Frucht lag im ersten Halbjahr 2018/19 mit 611,6 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresniveau. Auch das EBIT stieg leicht auf 46,8 Mio. Euro. Der Stärke-Umsatz ging um 3,5 Prozent auf 372 Mio. Euro zurück. Das EBIT sank um signifikante knapp 60 Prozent auf 20,3 Mio. Euro. Der Zucker-Umsatz brach um 26,4 Prozent auf 277,4 Mio. Euro ein. Das EBIT drehte in diesem Segment sogar ins Negative: Es ging von 36,6 Mio. Euro in der Vorjahresperiode auf minus 4,1 Mio. Euro zurück.

Zum Ausblick hieß es in der Agrana-Mitteilung, dass wegen anhaltenden Herausforderungen, vor allem im Segment Zucker, die Prognose für das Geschäftsjahr 2018/19 mit einem deutlichen Rückgang beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) unverändert bleibt. Beim Konzernumsatz wird von einer Entwicklung leicht unter Vorjahresniveau ausgegangen. Auch das EBIT des dritten Quartals des laufenden Geschäftsjahres wird unter dem Niveau des EBIT des dritten Quartals des Vorjahres erwartet.