Symbolbild.

© REUTERS/Andreas Gebert/File Photo

Wirtschaft

Audi mit Gewinn im dritten Quartal

Die VW-Tochter machte von Juli bis September einen Umsatz von 12,8 Milliarden und einen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro.

10/30/2020, 12:00 PM

Audi schickt sich an, das Coronatal zu verlassen. Im dritten Quartal hat der VW-Tochterkonzern wieder gute GeschÀfte gemacht, wie Audi am Freitag mitteilte.

Umsatz und Gewinn lagen von Juli bis September ĂŒber den Werten aus dem Vorjahreszeitraum, wozu aber auch Nachholeffekte aus dem ersten Halbjahr und der Verkauf von Anteilen am Kartendienst Here beitrugen. FĂŒr den Rest des Jahres ist der Oberklasse-Autobauer "vorsichtig optimistisch".

Umsatz ĂŒber Vorjahreszeitraum

"Wir haben ein gutes drittes Quartal erreicht, dennoch spĂŒren wir nach neun Monaten noch deutlich die Folgen der Corona-Pandemie", sagte Audi-Finanzchef Arno Antlitz. Ein Blick in die Zahlen zeigt das deutlich: Von Juli bis September lagen der Gewinn mit 1,1 Milliarden Euro und der Umsatz mit 12,8 Milliarden Euro klar ĂŒber dem Vorjahreszeitraum. Im laufenden Jahr klafft zu den Vergleichszahlen aus 2019 aber nach wie vor ein Loch von gut 8 Mrd. Euro beim Umsatz und knapp 1,7 Mrd. Euro beim Gewinn.

Die Zuversicht fĂŒr das vierte Quartal begrĂŒndet Audi unter anderem mit starken BestelleingĂ€ngen. VertriebsvorstĂ€ndin Hildegard Wortmann sagte, die AuftragsbĂŒcher seien gut gefĂŒllt. Doch Antlitz betonte auch: "Corona ist nicht vorbei, und die Auswirkungen der zweiten Welle sind kaum verlĂ€sslich abschĂ€tzbar."

Der Finanzvorstand sieht das Unternehmen aber besser auf eine zweite Welle vorbereitet: Man habe viel getan, um Audi sicherer zu machen und beim Thema Teileversorgung viel gelernt. Er gehe davon aus, dass man auch bei einer stÀrkeren zweiten Welle die Produktion werde fortsetzen können.

Einsparungen

Bei den GeschĂ€ftszahlen profitiert Audi auch von Einsparungen. Man habe die Fixkosten um 11 Prozent gesenkt, sagte Antlitz. Dazu trĂ€gt auch der bereits vergangenes Jahr angekĂŒndigte Personalabbau bei.

Zum Quartalsende ist die Belegschaft laut Audi bereits auf rund 87.000 gesunken - im Jahresdurchschnitt 2019 war sie noch bei knapp 90.800 gelegen. Zuletzt gingen unter anderem zum 1. Juli 1.300 Mitarbeiter im Rahmen des Abbaus in Vorruhestand.

Squeeze-Out

Volkswagen kann wie geplant die MinderheitsaktionĂ€re bei Audi herausdrĂ€ngen und seine Tochter von der Börse nehmen. Das Oberlandesgericht MĂŒnchen habe dem Antrag zur Freigabe des Squeeze-out stattgegeben, sagte Finanzchef Arno Antlitz am Freitag bei einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen.

Damit könne der von der Hauptversammlung Ende Juli gefasste Übertragungsbeschluss ins Handelsregister eingetragen werden. "Die Klagen können den Fortgang des Prozesses nicht behindern", sagte Antlitz.

VW will den KleinaktionĂ€ren der Oberklasse-Tochter aus Ingolstadt den erzwungenen Abschied mit einer Barabfindung von 1.551,53 Euro je Audi-Aktie versĂŒĂŸen. VW gehören bereits 99,64 Prozent an Audi. Die ĂŒbrigen Anteile liegen vor allem bei Spekulanten, die auf eine lukrative Abfindung gesetzt haben. Gegen den Hauptversammlungsbeschluss hatten nach Angaben von Audi ursprĂŒnglich zwei KleinaktionĂ€re geklagt.

Jederzeit und ĂŒberall top-informiert

UneingeschrÀnkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare

Audi mit Gewinn im dritten Quartal | kurier.atMotor.atKurier.atKurier.atFreizeit.atFilm.atImmmopartnersuchepartnersucheSpieleCreated by Icons Producer from the Noun Project profilkat