Hannes Androsch

© Kurier / Franz Gruber

Wirtschaft
05/05/2021

Androsch: Österreich muss Rückstände in Forschung rasch aufholen

Die Corona-Krise hat laut AIT-Aufsichtsratschef gezeigt, wie verletzlich unsere Gesellschaft und wie wichtig Forschung ist.

von Thomas Pressberger

Die Corona-Pandemie hat die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung noch stärker vor Augen geführt, sagt Hannes Androsch, Aufsichtsratsvorsitzender des Austrian Institute of Technology (AIT) anlässlich der Bilanzpressekonferenz der außeruniversitären Forschungseinrichtung.

Forschung als Wirtschaftsfaktor

Ohne jahrelanger Vorarbeit wäre es nicht möglich gewesen, Impfstoffe gegen das Corona-Virus so rasch zu entwickeln. Grundlagenforschung und angewandte Forschung seien wichtige Wirtschafts- und Standortfaktoren.

„Leider ist Österreich hier nicht im Spitzenfeld, sondern im Mittelfeld oder sogar rückständig“, so Androsch. Das gelte es rasch zu ändern. Erfreulich sei es, dass sich das AIT trotz des Krisenjahres 2020 positiv entwickeln konnte.

Der Gewinn liege mit 2,7 Millionen Euro nicht wesentlich unter den Vorjahren, die Betriebsleistung konnte laut AIT-Finanzvorstand Alexander Svejkovsky mit 161 Millionen Euro stabil gehalten werden. Das sei dem Einsatz der Mitarbeiter und dem Umstand, dass man das ganze Jahr in Vollbetrieb geblieben sei, zu verdanken.

Vielfalt als Grundlage

Die Forschungseinrichtung, die sich unter anderem auf künstliche Intelligenz und Digitalisierung konzentriert, will weiter ausbauen, sagt Anton Plimon, kaufmännischer Geschäftsführer des AIT.

Neben Digitalisierung will man sich verstärkt den Themen Dekarbonisierung, Covid-19 und der Resilienz der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systeme, der alternden Gesellschaft und der E-Mobilität widmen.

Innovation kann nur erfolgreich sein, wenn sie auf dem Sockel wissenschaftlicher Grundlagen erfolgt“, erinnert Wolfgang Knoll, wissenschaftlicher Geschäftsführer des AIT. Das Institut sei daher bemüht, die Zahl der Publikationen und habilitierten Mitarbeiter zu steigern.

Man habe mittlerweile mehr als 1.400 Mitarbeiter aus 50 verschiedenen Ländern, Vielfalt sei eine der zentralen Grundlagen des AIT. Bei der Einschreibquote seien Männer gegenüber Frauen immer noch deutlich in der Überzahl, es würden am Institut aber überproportional mehr Frauen angeheuert und entsprechend gefördert.

Gut aufgestellt

Für die Zukunft sieht Androsch das AIT gut aufgestellt. Es stehe auf einem soliden Fundament, sowohl inhaltlich, strategisch, finanziell und personell. Man verfolge klare Ziele und habe die Kapazitäten, diese in den kommenden Jahren wirkungsvoll umzusetzen.

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