Aktien mit strahlender Zukunft

Mit der Rückkehr der Atomkraft in weltweit vielen Ländern steigt auch der Bedarf nach Rohstoffen. Entsprechende Aktien können daher Gewinne verbuchen.
uranium nitrate called uranyl, with uranium ore, radioactive material on isolated white background

Die Atomkraft feiert ihre Renaissance, nicht nur in Europa, wo EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor Kurzem Förderungen für kleine modulare Reaktoren angekündigt hat. Vor allem China, Indien und Russland planen bzw. bauen bereits neue Kraftwerke. Grund ist zum einen der steigende Energiebedarf, vor allem im Bereich künstliche Intelligenz, zum anderen der nicht vorhandene CO2-Ausstoß im Betrieb.

Für Atomkraft wird Uran benötigt. Der Preis für den Rohstoff hat sich in den vergangenen Monaten um rund ein Drittel verteuert. Davon profitieren auch entsprechende Anbieter, die in früheren Jahren mangels entsprechender Nachfrage kaum noch investiert haben und nun von den mangelnden Ressourcen profitieren. In Folge ein Überblick über die wichtigsten Aktien aus dem Bereich:

Cameco 

Das kanadische Unternehmen hat sich als zentraler Akteur am Uranmarkt positioniert. Es betreibt vor allem Minen in Kanada sowie die größte Uranraffinerie weltweit und hält 40 Prozent an einem Joint-Venture in Kasachstan, das eines der größten Uranvorkommen der Welt abbaut. Zudem übernahm Cameco 49 Prozent an Westinghouse Electric. Dieses liefert Technologie für rund die Hälfte der weltweit betriebenen Kernreaktoren. Cameco verfügt in erster Linie über langfristige Lieferverträge, was die Einnahmen stabilisiert. Die Aktie liegt seit Jahresbeginn noch drei Prozent im Plus, auf die vergangenen 12 Monate gerechnet sind es 122 Prozent. Die meisten Analysten raten zum Kaufen oder Aufstocken, das mittlere Kursziel liegt im Schnitt um rund ein Viertel weiter oben.

GE Vernova 

Dabei handelt es sich um ein weltweit tätiges US-Energieunternehmen, das 2024 aus der Aufspaltung des US-Mischkonzerns General Electric (GE) hervorgegangen ist. Das Unternehmen ist auf die Energieerzeugung sowie Übertragung und Speicherung spezialisiert und konzentriert sich stark auf die Elektrifizierung und Dekarbonisierung. GE Vernova verfügt zudem über eine kleine, aber stark wachsende Nuklearsparte. Diese entwickelt auch einen Small-Modular-Reaktor. Das Umsatzwachstum betrug im Vorjahr 24 Prozent und übersprang die Eine-Milliarde-Dollar-Marke. Die Aktie legte seit Jahresbeginn trotz der allgemeinen Börseturbulenzen knapp ein Viertel zu, seit einem Jahr sind es 148 Prozent. Die Analysten sehen aber kaum noch Kurspotenzial.

BWX Technologies 

Der Konzern produziert spezielle Reaktorkomponenten und nuklearen Brennstoff. Ein Großteil der Umsätze stammt aus Verträgen mit dem US-Militär für U-Boote und Flugzeugträger. Zudem baut BWX sein ziviles Geschäft aus, etwa für Dampferzeuger und Druckbehälter. Steigende Bedeutung hat die Herstellung radioaktiver Isotope für die Medizin, etwa für Diagnostik und Krebstherapie. Der Aktienkurs hat seit Jahresbeginn 10 Prozent zugelegt und sich seit einem Jahr verdoppelt. Das mittlere Kursziel liegt 16 Prozent im Plus.

Fonds 

Wer breiter gestreut in der Branche investieren will, kann dies über Investmentfonds wie den „Uranium Resources Fund“ von Incrementum tun. Oder über einen ETF wie den „VanEck Uranium and Nuclear Technologies UCITS ETF“ des US-Anbieters Van Eck. Er ist der Größte auf dem Gebiet. Er legte in den vergangenen 12 Monaten rund 70 Prozent zu.

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