Adventkalender: Teurer als im Vorjahr, aber ein Muss

old wooden advent calendar with vintage decoration
Jeder zweite Österreicher kauft heuer einen Kalender, die meisten geben dafür weniger als 30 Euro aus.

Der Adventkalender ist ein fixer Begleiter durch die Adventzeit. In 77 Prozent aller Haushalte hängt oder steht heuer (zumindest) ein Adventkalender, in 31 Prozent sogar mehrere, geht aus einer Konsumentenumfrage des Instituts für Handel, Absatz und Marketing (IHaM) an der Universität Linz hervor. Demnach kaufen 51 Prozent der Österreicher selbst einen Adventkalender, 20 Prozent bekommen ihn geschenkt und 6 Prozent basteln ihn selbst.

Im Beliebtheitsranking führt mit großem Abstand der klassische Schokoladen-Kalender, der vor allem im Supermarkt gekauft wird. 7 von 10 Käufer/innen geben heuer bis zu 30 Euro dafür aus. Bei der Auswahl des Adventkalenders ist der Preis ausschlaggebend und diesen empfinden knapp drei Viertel der Befragten heuer deutlich höher als im Vorjahr. 

Experte: Emotionalökonomie statt Kosten-Nutzen

„Interessant ist, dass Konsumenten trotz steigender Preise nicht auf das Ritual verzichten wollen. Offensichtlich wird der Adventkalender nicht primär als Produkt bewertet, sondern als sinnstiftender Begleiter durch die Vorweihnachtszeit“, analysiert IHaM-Institutsvorstand Christoph Teller. So verschiebe sich das Kosten-Nutzen-Denken hin zu einer Emotionalökonomie, in der kleine Glücksmomente als wertvolle Rendite gesehen werden.

AK-Test: Überteuert

Die AK Oberösterreich stellte bei Testkäufen fest, dass Adventkalender mit Schokolade meist wesentlich teurer sind als vergleichbare Ganzjahresprodukte. So kosteten 9 von 16 zufällig ausgewählten Adventkalendern – gemessen am Grundpreis des schokoladigen Inhalts – mindestens doppelt so viel als die ganzjährig angebotenen Produkte. Dazu komme der Verpackungsmüll, der sich durch selbst gemachte Kalender vermeiden lasse, so die AK. AST

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