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Hitlers Geburtshaus in Braunau offiziell als Polizeizentrum eröffnet

Hitlers Geburtshaus in Braunau ist nun ein Polizeizentrum. Die neue Nutzung soll dem Gebäude seine Symbolkraft für Rechtsextreme nehmen.

Nach jahrelangen Diskussionen hat das Geburtshaus Adolf Hitlers in Braunau eine neue Bestimmung erhalten. Am Mittwoch wurde das Gebäude offiziell als Polizeizentrum eröffnet. Eine Polizeiinspektion und das Bezirkspolizeikommando sind bereits im Juni eingezogen. Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versehen dort künftig ihren Dienst.

In der Vergangenheit zog das Haus immer wieder Rechtsextreme und Hitler-Verehrer an. Mit der umfassenden Umgestaltung und der behördlichen Nutzung soll ihm diese Anziehungskraft genommen werden.

„Heute eröffnen wir nicht nur den neuen Standort für eine Polizeiinspektion und ein neues Bezirkspolizeikommando, sondern auch ein neues Kapitel dieses Hauses“, sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP). Das Gebäude werde zu einem Ort „der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit, der Sicherheit, der Freiheit und der Menschenwürde“.

Eine Expertenkommission hatte sich zuvor sowohl gegen einen Abriss als auch gegen ein Museum ausgesprochen. Ziel sei es gewesen, die Geschichte des Ortes nicht zu verdrängen, seine Symbolkraft für die rechtsextreme Szene aber zu brechen.

Der Umbau dauerte rund drei Jahre und kostete 20 Millionen Euro. Der dabei angefallene Bauschutt wurde an einem geheim gehaltenen Ort entsorgt. Damit sollte verhindert werden, dass Gebäudeteile zu Erinnerungsstücken für Hitler-Verehrer werden.

 

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