WhatsApp nicht mehr kostenlos? Einführung von Abo-Modell geplant

Mehrere bekannte App-Symbole wie WhatsApp, Facebook, Telegram und Dropbox sind auf einem Smartphone-Display zu sehen.
WhatsApp wird wohl bald kostenpflichtig – zumindest teilweise: Wer künftig keine Werbung sehen will, soll rund vier Euro im Monat zahlen.

WhatsApp war über viele Jahre für seine Nutzer kostenlos und werbefrei. Diese Ära neigt sich nun offenbar dem Ende zu: In manchen Regionen testet WhatsApp nämlich bereits die Einführung eines kostenpflichtigen Abos. 

Werbefreie Nutzung könnte 4 Euro kosten

Wie Tech-Portale übereinstimmend berichten, gibt es erste konkrete Hinweise auf die Einführung einer Bezahlschranke. So zeigen erste Tests der neuen Beta-Version, dass künftig kostenpflichtige Abo zur werbefreien Nutzung integriert werden könnten. Demnach könnte das Abo rund 4 Euro pro Monat kosten, wenn man Werbung deaktivieren will. 

Bislang hat Meta kein offizielles Statement speziell zum geplanten Abo-Modell veröffentlicht. In früheren, offiziellen Blogposts zum Thema Werbung erklärt WhatsApp lediglich, dass Anzeigen im Updates-Tab eingeführt werden, und betont dabei, dass persönliche Chats und Anrufe unberührt bleiben.

Warum dieser Schritt jetzt? 

Ein wesentlicher Grund für diesen Kurswechsel liegt wohl in europäischen Vorschriften: Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und vor allem der Digital Markets Act (DMA) verlangen, dass Nutzer eine echte Wahl haben müssen – zwischen personalisierter Werbung und einer werbefreien Nutzung. Anbieter dürfen Nutzern die Alternative zur Datennutzung nicht ohne eine Gegenleistung verweigern.

Daher plant WhatsApp offenbar gerade für die EU und Großbritannien ein solches Abo-Modell. Die Werbung im Updates-Bereich wird gesetzlich eher als zulässig betrachtet, wenn der Nutzer nicht gezwungen ist, sie zu akzeptieren

Kostenlos bleibt – aber mit Bedingungen

Zusammengefasst bedeutet der aktuelle Stand:

  • WhatsApp bleibt kostenlos nutzbar, aber Werbung erscheint im Updates-Tab.
  • Wer diese Werbung nicht sehen will, soll künftig ein monatliches Abo bezahlen.
  • Ein offizielles Statement von WhatsApp/Meta zur Preisgestaltung oder Verfügbarkeit fehlt bislang.
  • Regulatorischer Druck in der EU/UK motiviert den Schritt – und könnte Vorbild für weitere Märkte sein.

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