"Teufelskrabbe" gegessen: Bekannte Food-Influencerin (51) ist tot
Der Verzehr einer Teufelskrabbe kostete das Leben einer Food-Bloggerin. (Symbolbild leuchtende rote Krabbe)
Am 6. Februar 2026 ist die 51-jährige Food-Influencerin Emma Amit wenige Tage nach dem Verzehr einer giftigen Krabbenart gestorben. Die Philippinerin war für ihre Videos bekannt, in denen sie aus lokalen Zutaten außergewöhnliche Gerichte zubereitete. Auf Instagram folgten der Frau rund 200.000 Menschen.
Video zeigt Verzehr der tödlichen Krabbe
In einem am 4. Februar geposteten Video ist zu sehen, wie Amit und ihre Bekannten in einer Mangrove-Region nahe ihrem Zuhause in der Region Palawan Muscheln, Schnecken und eine auffällig gefärbte Krabbe sammeln. Letztere wurde zusammen mit anderen Meeresfrüchten in Kokosmilch gekocht und schließlich vor laufender Kamera verspeist. Wenige Stunden nach dem Essen begann sich die 51-Jährige laut lokalen Berichten unwohl zu fühlen und erlitt Symptome schwerer Vergiftung.
Influencerin im Spital verstorben
Am nächsten Tag verlor sie das Bewusstsein und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Trotz medizinischer Maßnahmen starb sie dort zwei Tage nach dem Verzehr der Krabbe. Die Polizei leitete daraufhin Ermittlungen ein und fand nur wenig später leuchtend gefärbten Krabbenschalen im Müll vor dem Haus der 51-Jährigen.
Ortsansässige und Dorfchefs äußerten sich schockiert. Die Behörden der Region Palawan haben nach dem Vorfall offizielle Warnungen veröffentlicht, dass einige lokale Meeresarten nicht zum Verzehr geeignet sind. In Palawan wird die Foraging-Kultur, also das dem Sammeln von wild vorkommenden Zutaten, besonders stark forciert.
Was ist diese "Teufelskrabbe"?
Bei der Krabbe handelte es sich nach Expertenangaben sehr wahrscheinlich um die Art Zosimus aeneus (Giftige Riffkrabbe), die in der Region vorkommt und im Volksmund oft als "Devil Crab" ("Teufelskrabbe") bezeichnet wird.
Diese Krabbenart ist keineswegs harmlos:
- Sowohl Fleisch als auch Schale enthalten potente Neurotoxine – darunter Tetrodotoxin und Saxitoxin.
- Diese Gifte blockieren Nervensignale im Körper und können zu Lähmungen, Atemstillstand und zum Tod führen.
- Kochen, Braten oder andere Zubereitungsmethoden können die Toxine nicht beseitigen.
Studien zeigen, dass Zosimus aeneus zu den giftigsten Krabben der Welt gehört; vergangene Vergiftungsfälle auf den Philippinen haben ebenfalls tödliche Folgen gehabt.
Debatte über Risiko und Verantwortung
In den sozialen Medien entbrannte eine Diskussion darüber, ob Amit wusste, dass die Krabbe gefährlich ist, oder ob sie die Risiken unterschätzt hat. Einige User betonen, dass selbst Einheimische manchmal Schwierigkeiten haben, giftige von ungiftigen Arten zu unterscheiden, da viele Krabben äußerlich ähnlich aussehen. Zudem kritisieren zahlreiche Nutzer, dass Inhalte oft leichtfertig lediglich für virale Zwecke erstellt werden. Gesundheit und Gefahren werden dabei oft ausgeblendet.
Kommentare