„Wasser überall gesund machen“
Weltweit haben derzeit über zwei Milliarden Menschen keinen
Zugang zu sauberem Wasser. Genau dafür setzt sich VTA ein – denn sauberes Wasser ist ein Menschenrecht. VTA- Lösungen tragen dazu bei, jedem Menschen Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen.
Frau Kubinger, Kläranlagen sind seit Jahrzehnten der Standard bei der Abwasserreinigung. Wo stoßen diese Kläranlagen heute an ihre Grenzen?
Marlen Kubinger: Klassische Kläranlagen sind unverzichtbar, stoßen heute an technische und wirtschaftliche Grenzen. Herkömmliche Fällmittel entfernen hauptsächlich Phosphate, nicht aber Mikroplastik, PFAS, Medikamentenrückstände oder multiresistente Keime. Bei der Belüftung entstehen Aerosole, die krankheitserregende Keime enthalten und ein Risiko für das Klärpersonal darstellen. VTA führt regelmäßige Aerosolmessungen durch und hat Systeme entwickelt, die diese Belastung um bis zu 99 Prozent reduzieren, sowohl im Wasser als auch in der Luft. Damit wird nicht nur die Umwelt, sondern auch das Personal geschützt.
Wie sieht es mit dem Kosten und Energieaufwand aus?
Abwasserreinigung verursacht hohe Energiekosten, insbesondere für die Belüftung des Schlamms. Traditionelle Mittel erhöhen diesen Verbrauch zusätzlich. VTA reduziert mit seinen Lösungen den Energiebedarf und ermöglicht deutliche Einsparungen. Zudem kann durch VTA-Technologie der Ausbau einer vierten Reinigungsstufe, der laut EU-Richtlinie bis 2050 geplant ist, vermieden werden. Österreichweit würde dieser Ausbau rund acht Milliarden Euro kosten – plus jährliche Betriebskosten.
VTA steht hier für systemische Lösungen?
VTA bietet ganzheitliche Lösungen aus einer Hand – von der Produktentwicklung bis zur technischen Begleitung. Dazu gehören auch individuell gefertigte Dosierstationen, mikrogasbasierte Verfahren zur Schlammentsorgung sowie wissenschaftliche Betreuung durch eigene Labore. Alle Systeme werden exakt auf die Bedürfnisse der jeweiligen Anlage abgestimmt. Eine untersuchte österreichische Kläranlage mit 50.000 Einwohnerwerten zeigte deutliche Einsparungen. Mit VTA Nanocarbon lassen sich über 80 Prozent der Spurenstoffe, im Schnitt sogar 93 Prozent, eliminieren, darunter Medikamentenrückstände, Hormone, Pestizide, PFAS und Mikroplastik. Damit übertrifft VTA klar die EU-Vorgaben.
Stichwort PFAS. Was bedeuten diese sogenannten Ewigkeits-Chemikalien für unser Trinkwasser?
PFAS wurden vom Menschen geschaffen, um zu bleiben. Sie sind extrem widerstandsfähig und biologisch kaum abbaubar. Sie stehen im Verdacht, schwerwiegende Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Demenz zu verursachen. Studien zeigen, dass PFAS bereits im Blut vieler Kinder und Jugendlicher nachgewiesen wurden Man findet sie in Verpackungen, Regenjacken, Teflonpfannen oder auch in Beschichtungen. Durch Erhitzung gelangen sie in unsere Nahrung und damit auch in unseren Körper. Gelangen PFAS einmal in den Wasserkreislauf, sind sie nur schwer wieder zu entfernen. Deshalb ist die Kläranlage die entscheidende Schnittstelle, um PFAS effizient zu eliminieren. VTA hat Verfahren entwickelt, mit denen bis zu 90 Prozent der PFAS aus dem Abwasser entfernt werden können.
VTA nimmt auch einen gesellschaftlichen Auftrag war?
Wir sehen unsere Arbeit als Beitrag zum Gemeinwohl. Das Unternehmen reinigt täglich das Wasser von mehr als 250 Millionen Menschen weltweit und möchte diesen Wert weiter steigern. Ziel ist, Wasser überall auf der Welt zugänglich und gesund zu machen – für Mensch, Tier und Umwelt gleichermaßen.
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