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Wohlfühloase Wohnung

Ist der Hitze zuhause nicht mit Lüften und Abdunkeln beizukommen, hilft eine Klimaanlage. Der TECHNO Kurier verrät, welche unterschiedlichen Lösungen es gibt.
Gutes Klima im Wohnzimmer

Wer hat es drinnen nicht gerne angenehm kühl, wenn die heißen Tage vor der Türe stehen? Laut Statistik Austria hat sich die Zahl der Klimaanlagen in Österreich von 210.000 im Jahr 2020 auf 415.000 im Jahr 2024 fast verdoppelt. Wobei Klimaanlage nicht gleich Klimaanlage ist. Wir haben uns vier unterschiedliche Arten von Klimageräten angesehen und verraten, für wen sich welche Form der Raumluftkühlung am besten eignet.

Mobiles Klimagerät

Wer keine baulichen Veränderungen vornehmen will oder keine Genehmigung der Hauseigentümer erhält, setzt am besten auf eine sogenannte Monoblock-Variante. Diese besteht aus einem transportablen Innengerät sowie einem Abluftschlauch. Ein Ventilator saugt warme Raumluft an, im Inneren sorgt ein geschlossener Kältekreislauf dafür, dass die Luft schrittweise abgekühlt und wieder in den Raum abgegeben wird. Über den Schlauch wird die warme Luft abgeleitet, was in der Regel bei geöffnetem Fenster passieren muss. Auch wenn es Fenster-abdeckungen gibt, die das Eindringen von weiterer heißer Außenluft zumindest reduzieren sollen, ist das offene Fenster der größte Schwachpunkt eines Monoblock-Gerätes. Unterm Strich leidet nämlich auch die Effizienz des Klimagerätes. Ein weiteres Manko: Die Betriebslautstärke ist relativ hoch. Dafür ist ein Monoblock erschwinglich, einfach aufzustellen und nach der Hitzeperiode vollständig abbaubar.

Split-Klimaanlage

Die leistungsstärkste und zugleich effizienteste Lösung, um einen erhitzten Raum abzukühlen, ist eine Split-Klimaanlage. Wie der Name schon sagt, wird damit die Arbeit auf ein Innen- und ein Außengerät aufgeteilt. Beide sind über Kältemittelleitungen miteinander verbunden. Drinnen wird warme Luft angesaugt, gekühlt und abgegeben, die produzierte Abluft wird von der Außeneinheit ausgeblasen. Großer Vorteil: Die warme Luft wird nicht über ein geöffnetes Fenster nach draußen befördert, die Verbindung zwischen Innen- und Außengerät erfolgt vielmehr durch eine kleine Öffnung im Mauerwerk. Die baulichen Adaptierungen sowie die Installation müssen allerdings vom Fachbetrieb vorgenommen werden, was Split-Klimaanlagen deutlich teurer macht als mobile Lösungen. Dafür ist die Kühlleistung weitaus besser, die laufenden Kosten bleiben überschaubar und das Innengerät ist ziemlich leise. Für Einfamilienhäuser ist eine Splitvariante definitiv die beste Lösung, während es in Mehrparteienhäusern zu Problemen mit der Genehmigung solcher Klimaanlagen kommen kann. Einerseits, weil bauliche Veränderungen von den Eigentümern abgesegnet werden müssen, andererseits weil die anderen Hausparteien der (nicht ganz leisen) Außeneinheit zustimmen müssen.

Service für eine Klimaanlage

Multisplit-Klimaanlage

Während ein Splitgerät nur über eine Inneneinheit verfügt, was die Einsatzfähigkeit speziell in größeren Wohnungen einschränkt, gibt es auch Lösungen für mehrere Räume: Sogenannte Multisplit-Klimaanlagen verfügen über ein Außen- sowie mehrere Innengeräte. Somit ist eine individuelle Einstellung der gewünschten Temperatur pro Raum möglich – und es können generell mehrere Räume gleichzeitig klimatisiert werden. Dass die Installation komplexer ist und auch die Anschaffungskosten höher sind als bei einer einfachen Split-Klimaanlage, liegt auf der Hand. Dafür kann auch eine große Wohnung selbst bei hohen Außentemperaturen angenehm kühl gehalten werden.

Fenster- oder Wandklimaeinheit

Diese Lösung ist in Österreich nicht allzu verbreitet. Ein Fenster- oder Wandklimagerät, das aus einem einzelnen Device besteht, sitzt direkt am Fenster oder in der Wand. Zudem ist die Montage recht unpraktisch, da zumeist eine große Öffnung nach draußen benötigt wird, dafür erledigt die All-in-One-Variante alles auf einmal. Luft ansaugen, kühlen, kalte Luft nach drinnen, warme Luft nach draußen abgeben.

Was ist die richtige Lösung für mich?

Zusammengefasst lässt sich sagen, wer in einer Mietwohnung lebt, sorgt mit einem mobilen Klimagerät sicherlich für die wenigste Aufregung bei den direkten Nachbarinnen und Nachbarn. Dafür rächt sich der geringe Anschaffungspreis im Laufe der Jahre mit höheren laufenden Kosten. Splitlösungen sind beim Kauf deutlich teurer, bei der Montage komplizierter und stoßen nicht selten auf wenig Gegenliebe in der Nachbarwohnung. Für Einfamilienhäuser ist die Variante hingegen ideal, weil sich mittel- und langfristig im Betrieb einiges einsparen lässt. Goldstandard ist eine Photovoltaikanlage am Dach, die an Sommertagen den Strom erzeugt, den die Klimaanlage zur Raumkühlung verbraucht.

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