Ocasio-Cortez scheut nicht vor rotem Lippenstift im Kongress zurück

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Style
01/29/2019

Ocasio-Cortez wird für ihr Interesse an Hautpflege kritisiert

Die jüngste Abgeordnete im US-Kongress verriet auf Instagram ihre Kosmetik-Routine. Wie sie auf Häme reagierte.

Wenn über Politiker im Zusammenhang mit Schönheit gesprochen wird, sind es meist keine Loblieder. Oft wurde über Donald Trumps missglückte Selbstbräuner-Sessions gesprochen, noch öfter über seine mit Haarspray auf der Halbglatze zementierten Strähnen.

Einen 72-jährigen Mann nach seinen Beauty-Tipps fragen? Auf diese Idee würde wohl niemand kommen. Doch mittlerweile befinden sich im US-Kongress mit 102 weiblichen Mitgliedern so viele Frauen wie noch nie. Die Jüngste unter ihnen: Die 29-jährige Alexandria Ocasio-Cortez.

"Wir haben alle verschiedene Interessen"

Diese wurde von einigen ihrer zwei Millionen Follower am vergangenen Wochenende nach ihrer Beauty-Routine gefragt - und antwortete darauf mit mehreren Insta-Stories. "Hautpflege ist ganz klar eines meiner Hobbys", schrieb Ocasio-Cortez. Sie sei ein Wissenschafts-Nerd und liebe es, sich Studien über Zusammensetzungen und Inhaltsstoffe der Produkte durchzulesen.

Was sie verwendet, ist für eine Frau Ende 20 nichts Ungewöhnliches: Ein auf Öl basierendes Reinigungsprodukt, danach eine Reinigungsmilch. Danach folgt ein Toner ohne Alkohol und ein Serum mit Vitamin C.

Zusätzlich zur Tagespflege schwört die Politikerin auf täglichen Sonnenschutz. Beim Make-up halte sie es simpel: Etwas BB Cream, Mascara, Rouge und Highlighter müssen reichen.

Doch wenn es nach so manchem Follower geht, sollten sich Politikerinnen nicht mit so oberflächlichen Dingen wie Make-up und Hautpflege beschäftigen. "Deine Hautpflege-Routine interessiert mich nicht", antowortete ihr einer laut Vox Online. "Alles, worüber ich nachdenke, ist, wie du eine erfolgreiche Kampagne führst und deine Reden schreibst." 

Ocasio-Cortez nahm ihm mit zwei simplen Sätzen sofort den Wind aus den Segeln. "Du musst dich auch nicht für meine Pflegeroutine interessieren", schrieb die 29-Jährige als Antwort. "Wir haben alle verschiedene Interessen. Du führst eine erfolgreiche Kampagne, indem du lernst, wie du ihnen zuhörst und andere Leute an die erste Stelle setzt."

Sie versuchte nicht, den Follower zu belehren, dass das Interesse an Hautpflege nichts sei, wofür man sich schämen müsse. Dennoch stößt sicherlich auch ihr bitter auf, dass Politik und Schönheit scheinbar für viele nicht vereinbar ist. Denn schließlich kann man auch mit Postings über Beauty-Produkte eine politische Meinung haben - das eine schließt das andere nicht aus.

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