Thomas Gottschalk: "Ich lebe noch und das bleibt auch so"
Thomas Gottschalk
Nach seinem Rückzug aus dem Fernsehen hat der an Krebs erkrankte deutsche Starmoderator Thomas Gottschalk gute Neuigkeiten.
"Mir geht es besser"
Einem Mitarbeiter des RTL-Promimagazins "Exclusiv" verriet er bei einem zufälligen Aufeinandertreffen in München: "Ich lebe noch, wie du siehst, und das bleibt auch so. Mir geht es besser, ich freue mich wirklich. Ich bleibe euch noch erhalten." Gottschalks Ehefrau Karina zeigte sich ebenfalls optimistisch. "Mein Mann macht Fortschritte, große Fortschritte. Wir sind darüber sehr glücklich. Es wird."
Im Dezember hatte sich Gottschalk mit einer Nachricht an sein Publikum gewandt - und angedeutet, dass er nicht völlig abtauchen wird. Allerdings werde er sich in den nächsten sechs Monaten ausschließlich um seine Genesung kümmern. "Ich weiß, dass ihr das versteht und richtig findet."
Weiter schrieb der 75-Jährige auf Instagram: "Fast zweieinhalb Millionen Menschen haben sich über meinen Gesundheitszustand Gedanken gemacht, und die überwältigende Mehrheit hat mir Mut zugesprochen." Er bedankte sich für 16,5 Millionen Aufrufe seiner jüngsten Beiträge dort. "Danke für Euer Interesse!" Nach so viel Zuspruch versprach er: "Ich mach den Laden hier aber nicht ganz dicht."
Das Publikum möge ihm so treu bleiben wie in den vergangenen vierzig Jahren. "Und vergesst nicht, dass ich so plane, wie mein Freund, der Terminator: I'll be back!!!" Zuvor hatte sich Gottschalk während der RTL-Show "Denn sie wissen nicht, was passiert" in die Pension verabschiedet und angekündigt, sich gänzlich aus der Öffentlichkeit zurückziehen zu wollen.
Darum geht es bei Gottschalks Erkrankung
Beim epitheloiden Angiosarkom, an dem der Entertainer erkrankt ist, handelt es sich um einen sehr seltenen bösartigen, rasch wachsenden Tumor, der sich aus den Zellen entwickelt, die die Blutgefäße auskleiden. Angiosarkome können überall im Körper auftreten. Die epitheloide Variante gilt als besondere Form, sie tritt überwiegend bei Männern auf und betrifft vor allem die tiefen Weichteile. Wenn der Tumor so wächst, dass er sich um Blutgefäße legt und diese verengt oder verschließt - was besonders bei epitheloiden Angiosarkomen vorkommt - kann es im fortgeschrittenen Stadium zu schweren und schwer behandelbaren Durchblutungsschmerzen (Ischämieschmerzen) kommen. Angiosarkome machen oft lange Zeit keine Beschwerden und werden daher vielfach erst spät erkannt - was mit ein Grund für die schlechte Prognose bei dieser Krebsart ist.
Therapie der ersten Wahl ist die Entfernung des Tumors, gefolgt von Strahlen- und teils Chemotherapie. Die Überlebensprognose ist oft ungünstig. Rezidive (Wiederauftreten nach Phase der Besserung) und Metastasen sind eher die Regel als die Ausnahme. Liegt bereits eine Metastasierung vor, liegt die Zwei-Jahres-Überlebensrate nach Angaben der Deutschen Sarkom-Stiftung nur noch bei 13 Prozent.
Gottschalk und seine Frau hatten Ende 2025 der Bild gesagt, der 75-Jährige habe vier Monate zuvor schon eine siebenstündige OP gehabt, bei der Teile von Harnleiter und Blase entfernt wurden. Später sei eine weitere, sechsstündige OP nötig gewesen, bei der Weichgewebe hin zum Becken entfernt worden sei. Dem seien 33 Einzelbestrahlungen gefolgt.
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