"Teufel trägt Prada"-Star Emily Blunt sorgt mit Karriere-Tipp für Empörung
Emily Blunt
Vor 20 Jahren wurde die Erzählung von Andy Sachs (Anne Hathaway) und Emily Charlton (Emily Blunt), die als Assistentinnen unter Modemagazinchefin Miranda Priestly (Meryl Streep) litten, zum Komödienerfolg. Zwei Jahrzehnte später folgt nun die Fortsetzung, in der sich die Wege der drei Protagonistinnen erneut kreuzen. Emily ist als Managerin einer Luxusmarke erfolgreich, während Mirandas Magazin im Internetzeitalter dahindümpelt.
Wer wissen will, wie es mit den beiden weitergeht, hat ab jetzt die Gelegenheit dazu. "Der Teufel trägt Prada 2" läuft seit dem 29. April in den österreichischen Kinos.
Doch während die Fortsetzung des Mode-Kultfilms derzeit in aller Munde ist, steht Darstellerin Emily Blunt wegen fragwürdiger Aussagen in der Kritik.
Emily Blunt rät, einfach zu kündigen
Die Schauspielerin riet Menschen, die mit ihrem Beruf unzufrieden sind, doch einfach ihren Job zu kündigen. Nun wird ihr vorgeworfen, realitätsfern zu sein. Das Portal Betches sprach die 43-Jährige über ihre Rolle in "Der Teufel trägt Prada" und eine bestimmte Szene an, in der sie sich immer wieder vorsagt: "Ich liebe meinen Job, ich liebe meinen Job, ich liebe meinen Job" - während sie erschöpft mit den hohen Anforderungen ihrer Chefin Miranda Priestly zu kämpfen hat.
Die Szene hat sich zu einem viralen Meme entwickelt - als Symbol für Überforderung am Arbeitsplatz.
Für andere "Frauen, die ihren Job gerade hassen" hat Blunt folgenden Rat parat: "Kündigen." Dann fügte sie hinzu: "Sucht euch einfach etwas, das ihr wirklich gerne macht. Selbst wenn ihr kein Geld verdient, solange ihr es liebt, werdet ihr glücklich sein."
Blunt gilt als eine der am besten bezahlten Schauspielerinnen der Welt und verfügt über ein geschätztes Vermögen von rund 80 Millionen US-Dollar. Manche mögen ihre Worte zu einer Veränderung inspirieren. Im Internet wurde sie für ihren Tipp zum Teil herb kritisiert.
Kritik und Zuspruch im Netz
Hier einige der vielen Kommentare von X-Usern, die finden, dass Blunt aus einer privilegierten Position spräche:
- "Das sagen Reiche so leicht, haha."
- "Das sagt man so leicht, wenn man Millionen dafür bekommt, das zu tun, was man liebt."
- "Das ist ganz schön arrogant und klassistisch, Emily."
- "Ein hervorragender Rat! Der einzige Haken ist, dass man dann eventuell weder Essen noch Kleidung kaufen oder die Miete bezahlen kann."
- "Wie kann man glücklich sein, wenn man arm ist und trotzdem Rechnungen bezahlen muss? Sich in der heutigen Wirtschaftslage keine Sorgen ums Geld machen zu müssen, ist ein Privileg der Reichen."
- "Ich finde ehrlich gesagt, dass 'Mach, was du liebst, auch wenn es nichts bringt!' ein furchtbarer Karrieretipp ist."
Es gibt aber auch Menschen, die Blunts Vision durchaus teilen und die Schauspielerin verteidigen. So schreibt etwa eine Userin: "Ich weiß, manche werden das als privilegiert darstellen, und nicht jeder hat diese Möglichkeit (was stimmt), aber mein Job hat mich unglücklich und krank gemacht. Mir fielen büschelweise die Haare aus, ich bekam Hautunreinheiten und habe mir beim Zähneknirschen einen Zahn abgebrochen … Ich habe gekündigt, und obwohl ich weiß, dass es nicht klug war – der Arbeitsmarkt ist katastrophal und ich habe ein Kind zu versorgen. Ohne den Stress dieses Jobs, den ich gehasst habe, bin ich eine bessere Mutter und Freundin. Meine Haut strahlt wieder, und ich esse und schlafe regelmäßig. Dein seelisches Wohlbefinden ist wirklich wichtig."
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