Prinz Harry musste sich vor Geburt seiner Kinder "Dingen aus der Vergangenheit" stellen
Prinz Harry
Prinz Harry und seine Frau Herzogin Meghan haben bei ihrer Australienreise Umarmungen ausgeteilt. Das Paar war am Dienstagfrüh (Ortszeit) zu einem viertägigen Besuch in Down Under eingetroffen. Die beiden wurden von Hunderten Schaulustigen begrüßt, als sie einen Stopp im Royal Children's Hospital in Melbourne einlegten.
Wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete, lagen sich Meghan und eine vierjährige Patientin namens Lily in den Armen, nachdem das Kind ein selbstgeschriebenes Willkommensplakat und Blumen überreicht hatte. Harry schloss die Mutter einer 13 Jahre alten Patientin in die Arme.
Archie und Lilibet bleiben zu Hause
"Wir lieben Prinz Harry in Melbourne, wir lieben ihn alle so sehr, einfach die ganze Königsfamilie", sagte eine 17-Jährige laut PA.
Das Paar, das sich vor mehr als sechs Jahren vom engeren Kreis des britischen Königshauses losgesagt hat, reist auf eigene Faust durch den fünften Kontinent. Im Auftrag der Krone waren die beiden zuletzt 2018 in Australien unterwegs. Ihre beiden Kinder Prinz Archie (6) und Prinzessin Lilibet (4) sind Berichten zufolge im US-Bundesstaat Kalifornien geblieben, wo die Familie seit Längerem lebt.
Harry: "Musste mich von der Vergangenheit befreien"
Harry verriet im Rahmen eines Wohltätigkeitsauftritts auch private Details. Bevor sein Nachwuchs auf die Welt kam, setzte er sich in einer Therapie mit seiner Geschichte auseinander. "Man möchte (...) natürlich die beste Version seiner selbst für seine Kinder sein", so Harry dem People-Magazin zufolge. "Und ich wusste, dass da Dinge aus der Vergangenheit waren, denen ich mich stellen musste, und ich mich daher darauf vorbereiten musste; mich im Grunde genommen von der Vergangenheit befreien." Vor Archies Geburt habe sein Therapeut Harry geraten, "darauf zu achten, wie du dich fühlst, sobald das Baby da ist". Zunächst habe er eine Art Ausgeschlossensein erlebt: "Meine Frau war diejenige, die Leben schuf, und ich konnte zuschauen." Jene, denen es ähnlich geht, seien nicht allein, so Harry. "An die Väter und werdenden Väter: Ja, es ist chaotisch. Ihr werdet ein Wechselbad der Gefühle erleben – und verurteilt euch nicht selbst."
In der alten Heimat sind Harry und besonders Meghan nicht mehr sonderlich beliebt. Die BBC berichtete mit kritischem Unterton, dass die beiden nicht nur Besuche bei wohltätigen Organisationen, sondern auch bezahlte Auftritte im Programm hätten.
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