Hoher Preis für die Freiheit: Prinz Harrys emotionale Zerreißprobe
Prinz Harry
Zusammenfassung
- Prinz Harry genießt in Montecito ein freieres und privateres Leben fernab königlicher Zwänge.
- Der Bruch mit dem Königshaus schmerzt ihn, besonders der Ausschluss von Familienereignissen und das fehlende königliche Erbe für seine Kinder.
- Der Verlust seiner militärischen Titel und die fehlende Struktur und Pflicht in den USA belasten Harry zusätzlich.
Seit ihrem Rücktritt aus dem Königshaus im Jahr 2020 haben sich Prinz Harry und Herzogin Meghan in den USA in der exklusiven Wohngegend Montecito ein eigenes Leben aufgebaut, wo sie ihre beiden Kinder Prinz Archie und Prinzessin Lilibet großziehen.
Harry hat für seine Familie seine Heimat Großbritannien aufgegeben. Für ihn bedurfte der Umzug in die Vereinigten Staaten dennoch eine größere Umgewöhnung, als es bei seiner Frau, die US-Amerikanerin ist, der Fall war. Und es gäbe immer noch Dinge, die Prinz Harry in seiner Wahlheimat vermisse, so Insider und Adels-Experten.
Einblicke in Harrys Leben in Freiheit
An seinem neuen Lebensstil gibt es vieles, was Harry fernab von königlichen Regeln und ständiger Überwachung genießt. In seinem Privatleben sei er sehr glücklich, so eine namentlich nicht genannte Quelle gegenüber Us Weekly. "Obwohl er [als Royal] aufgewachsen ist, hat er sich in diesem Umfeld nie wohlgefühlt. Hier kann er viel mehr er selbst sein", plaudert der Insider aus.
In Montecito habe Harry laut Us Weekly das Surfen für sich entdeckt. Er wurde schon oft beim Fahrradfahren und Spaziergängen am Strand fotografiert.
In England hatte Harry "diesen wahnsinnigen Terminkalender" und konnte "weder ausgehen noch ein Privatleben führen." Das ist in Kalifornien anders.
Die Freiheit hat aber ihren Preis.
Harry "schmerzt" es, von Familienevents ausgeschlossen zu sein
Der Herzog von Sussex soll nach wie vor hin- und hergerissen zwischen zwei Welten sein, behauptet ein Adels-Experte.
"Einerseits ist Harry in Kalifornien zufrieden", wird Christopher Andersen von Us Weekly zitiert, "andererseits muss er es aber bedauern, dass weder er noch seine Kinder an ihrem königlichen Erbe teilhaben können."
"Schmerzt es Harry, von Anlässen, bei denen die königliche Familie zusammenkommt, wie beispielsweise Weihnachten in Sandringham, demonstrativ ausgeschlossen zu werden?", so der Adels-Experte. "Natürlich tut es das."
Das sich der Herzog von Sussex eine Annäherung an seinen Vater König Charles III. und seinen Bruder Prinz William wünschen würde, ist kein Geheimnis.
"Ich hätte sehr gerne eine Aussöhnung mit meiner Familie", hatte Harry selbst im August des vergangenen Jahres in einem BBC-Interview erzählt.
Doch trotz der Hoffnungen auf eine Versöhnung offenbarte Harry auch, dass es wohl nie mehr so werden dürfte, wie es einmal gewesen sei - was nicht zuletzt an der Veröffentlichung seiner Memoiren "Spare" (deutscher Titel: "Reserve") liegt, die 2023 erschienen sind.
"Natürlich werden mir einige Mitglieder meiner Familie niemals verzeihen, dass ich ein Buch geschrieben habe. Natürlich werden sie mir viele Dinge niemals verzeihen", sagte Harry der BBC.
Harry fehlt Struktur und Pflicht
Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt seines Lebens, den Prinz Harry ungewollt aufgeben musste. So wurden Harry ein Jahr nach seinem Umzug in die USA seine militärischen Ehrentitel aberkannt.
"Das war extrem schwierig, da das Militär ein wichtiger Teil seines Lebens war", erzählt ein Insider gegenüber Us Weekly. Der Verlust seiner militärischen Titel soll für Harry "schmerzhaft" gewesen sein.
"Man vergisst oft, dass Harry im Grunde seines Herzens Offizier ist", sagt auch Adels-Experte Andersen. Und so sehr der Königssohn in England auch unter seinem Leben als ranghoher Royal auch gelitten haben mag - die königlichen Pflichten gaben seinem Leben immerhin Struktur und Sinn. Und dass soll dem Herzog von Sussex in Montecito abgehen.
"Ihm geht es um Struktur, Ehre und Pflicht – Dinge, die ihm in seinem Leben in Montecito fehlen", so Andsersen, was auch die königliche Historikerin Marlene Koenig betont: "Harrys Leben war in Großbritannien deutlich strukturierter. Er hatte Verpflichtungen und musste an offiziellen Terminen teilnehmen."
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