Seltenheit: Erstmals äußert sich ein ranghoher Royal zu Andrews Epstein-Skandal

Prinz Andrew mit grauem Haar und Anzug blickt zur Seite.
Es kommt so gut wie nie vor, dass sich Mitglieder des britischen Königshauses zu Skandalen äußern.

Wenn es darum ging, Skandale, die das Königshaus betreffen, stillzuschweigen, war die verstorbene Queen Elizabeth II. ein stoisches Vorbild - ihr Motto lautete bekanntlich "Never complain, never explain" - also "niemals beschweren, niemals erklären". Und auch sonst kommt es kaum vor, dass sich Mitglieder der königlichen Familie zu potenziell rufschädigenden Negativ-Schlagzeilen äußern. 

Prinz William brach einmal mit dieser Tradition, als er nach Prinz Harrys und Herzogin Meghans brisantem Interview mit Talkmasterin Oprah Winfrey öffentlich erklärte: "Wir sind keine rassistische Familie."

Prinz Edward kommentiert Epstein-Skandal

Zum Skandal rund um Andrew Mountbatten-Windsor und Sarah Ferguson und deren Verbindung zu Jeffrey Epstein, der seit Monaten wieder die Klatschspalten dominiert, hat sich aber selbst der progressive Thronfolger bisher nicht geäußert. Dafür brach nun ein anderes, ranghohes Mitglied der Königsfamilie mit der Schweige-Tradition am britischen Hof: Prinz Edward ist der erste britische Royal, der den Epstein-Skandal um Andrew und seine Ex-Frau offiziell kommentiert hat. 

Der Herzog von Edinburgh äußerte sich bei einem Auftritt in Dubai zu den jüngsten Enthüllungen über die Beziehung von Andrew Mountbatten-Windsor zu dem verurteilten Sexualstraftäter Epstein. Unter anderem wurde auch ein bisher ungesehnes Foto veröffentlicht, welches den Ex-Prinzen in einer brisanten Situation zeigt (dazu mehr). 

Edward wurde laut express.uk.co bei einem Gipfeltreffen in Dubai von Reportern gefragt, wie er die Nachrichten über seinen in Ungnade gefallenen Bruder verarbeite.

"Nun, bei allem guten Willen. Ich glaube nicht, dass dieses Publikum daran auch nur im Geringsten interessiert ist. Sie alle sind hierher gekommen, um etwas über Bildung und die Zukunft zu hören, aber ich denke, es ist wirklich wichtig, immer der Opfer zu gedenken. Und wer sind die Opfer in all dem?", soll Edward, der sich derzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufhält und auf dem Weltregierungsgipfel in Dubai spricht, geantwortet haben. 

Er habe ruhig und gefasst gewirkt, berichtet Express - dennoch wirkt seine Antwort so, als würde er das Thema auch weiterhin lieber meiden. 

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