Keine Reue wegen Epstein-Enthüllungen: Andrews Umgang mit Skandal schockiert
Andrew Mountbatten-Windsor mit seinen Töchtern Eugenie und Beatrice
Die Zeiten im Luxus sind vorbei: Der im Epstein-Skandal tief gefallene frühere britische Prinz Andrew Mountbatten-Windsor ist aus dem royalen Anwesen auf dem Gelände von Schloss Windsor ausgezogen. Das berichteten britische Medien am Mittwoch übereinstimmend. Der Bruder von König Charles III., der wegen seiner Verbindung zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein alle Ehren und Titel hatte abgeben müssen, ist demnach aus der Royal Lodge in ein Haus auf dem Landsitz Sandringham gezogen.
Andrew in temporäre Unterkunft umgezogen
Es soll sich zunächst um eine temporäre Bleibe handeln - der endgültige Umzug soll im April erfolgen. Freiwillig ist Andrew nicht ausgezogen, die Maßnahme hatte Charles III. praktisch angeordnet. In der herrschaftlichen Royal Lodge hatte Andrew über 20 Jahre lang gelebt.
Obwohl ihm ein Rauswurf aus dem opulenten Anwesen bereits vor Monaten angedroht wurde, dürfte die jähe Verbannung in sein neues Heim auf Zeit für den ehemaligen Herzog von York trotzdem eine unerwartete Wendung gewesen sein, wie ein Insider andeutet.
Andrew uneinsichtig: "Bis zum Schluss hat er es einfach nicht begriffen"
Reue ist dem ehemaligen Prinzen Andrew angeblich keine anzumerken. "Bis zum Schluss hat er es einfach nicht begriffen", zitiert die Daily Mail eine palastinterne Quelle. Zuvor wurde berichtet, der Ex-Prinz habe bei einem Besuch der Marsh Farm, in die er eigentlich ziehen soll, lauthals Kritik daran geübt, dass die für ihn vorgesehene Unterkunft zu klein für ihn sei.
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Die britische Presse ist inzwischen der Meinung, Andrew habe auf voller Länge gezeigt, wie man sich nach einem Skandal besser nicht verhalten sollte. "Ob es nun seine sture Weigerung war, sich in seinen letzten Wochen in der Royal Lodge zurückzuziehen, oder seine absolute Unnachgiebigkeit, die vielen Opfer seines guten Freundes Jeffrey Epstein überhaupt anzuerkennen – Andrew Mountbatten-Windsors Verhalten war ein Paradebeispiel dafür, wie man einen öffentlichen Skandal nicht inszenieren sollte", übt die Daily Mail Kritik an dem offenbar uneinsichtigen Königsbruder, der noch am Samstagmorgen dabei gesehen, wie er gut gelaunt Passanten zuwinkte, als er in Windsor reiten ging (zu sehen hier).
Seinem Hobby, dem Reiten, geht Andrew noch regelmäßig nach.
Nach den jüngsten Enthüllungen über seine Person kann man über dieses Verhalten nur den Kopf schütteln.
Immerhin haben "Höflinge und sogar Mitglieder seiner eigenen Familie [...] in den letzten Tagen mit Entsetzen die Flut von Enthüllungen verfolgt, die durch die jüngste Veröffentlichung der Epstein-Akten außerhalb der USA entstanden ist", schreibt die Daily Mail, nachdem der Ex-Prinz auch in den jüngsten veröffentlichten Dokumenten aus den Epstein-Akten prominent aufgetaucht war. In den Epstein-Akten befinden sich auch verstörende Fotos, auf denen Andrew über eine liegende Frau gebeugt zu sehen ist.
Epstein hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende Mädchen und junge Frauen zum Opfer fielen. 2019 starb er in Haft. Andrew wies die Vorwürfe, in die Machenschaften verwickelt und sich selbst des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht zu haben, immer zurück.
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