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Der leere Sitzplatz bei Prinzessin Eugenies Hochzeit hatte besonderen Grund

Prinzessin Eugenie und ihr Mann Jack Brooksbank erwarten derzeit ihr drittes Kind.
Prinzessin Eugenie und Jack Brooksbank am Tag ihrer Hochzeit in der Kirche. In der ersten Reihe sitzen Ex-Prinz Andrew und Sarah Ferguson. Dahinter Queen Elizabeth. Der Sitzplatz direkt vor ihr ist leer.

Die britische Königsfamilie wächst: Prinzessin Eugenie und ihr Mann Jack Brooksbank erwarten ihr drittes Kind. Das teilte der Buckingham-Palast am Montag im Kurznachrichtendienst X und auf Instagram mit. "Seine Majestät, der König, wurde informiert und ist hocherfreut über die Nachrichten", hieß es weiter. 

Das Paar hat mit August (5) und Ernest (2) bereits zwei Söhne und feiert im Oktober seinen achten Hochzeitstag. Der Palast postete nun ein Foto der beiden, wie sie ein Ultraschallbild ihres ungeborenen Geschwisterchens in den Händen halten. Die beiden seien "sehr aufgeregt". Ob es wieder ein Bub wird oder dieses Mal ein Mädchen, ging aus der Mitteilung nicht hervor.

Bei ihrem Jawort im Oktober 2018 trug Eugenie ein schlichtes, weißes Kleid mit weitem V-förmigem Ausschnitt. Auf dem Kopf hatte sie ein mit Smaragden und Diamanten besetztes Diadem. Sie wurde von ihrem Vater, dem in Ungnade gefallenen Ex-Prinzen Andrew, in die St George's Chapel auf Schloss Windsor geführt, bevor sie mit Brooksbank unter den Augen von 850 geladenen Gästen Ringe tauschte. Ein Detail fiel auf: In der Kirche blieb der Platz neben Andrew in der ersten Reihe frei.

Queen Elizabeth wollte nicht vorne sitzen

Der Grund sei laut der Zeitung Sun wie so oft das Protokoll. Die verstorbene Queen Elizabeth II. habe dem Bericht zufolge lieber in der zweiten Reihe Platz genommen, da sie die erste als unbequem empfunden haben soll. Der Tradition entsprechend darf niemand vor der Königin sitzen und ihr die Sicht versperren. So blieb der Platz neben Andrew frei.

Prinzessin Eugenie und Jack Brooksbank in eleganter Kleidung am Tag ihrer Hochzeit.

Prinzessin Eugenie und Jack Brooksbank am Tag ihrer Hochzeit

Die Daily Mail kritisierte die Hochzeit von Eugenie und Jack damals als viel zu pompös: "Sie (Eugenie) ist nicht gerade ein großer Stern am Firmament der königlichen Familie." Die Prinzessin habe Hunger nach Glamour und Glitzer, sei aber für den Staat "so wichtig wie einer der Corgis der Queen". Was das britische Boulevardblatt nicht erwähnte: Die St.-Georgs-Kirche ist ein üblicher Hochzeitsort für Royals und Eugenie ist gut vernetzt mit Prominenten aus allen Bereichen. Zu ihren Hochzeitsgästen zählten unter anderem Top-Model Kate Moss, die Schauspielerin Demi Moore und Musiker James Blunt.

In derselben Kirche hatten sich wenige Monate zuvor Prinz Harry und Herzogin Meghan das Jawort gegeben. Auch bei ihnen blieb der Platz vor der Queen frei.

Herzogin Meghan am Tag ihrer Hochzeit in der Kirche. In der ersten Reihe sitzen William, Charles und andere Royals. In der zweiten Reihe sitzt Queen Elizabeth. Der Platz direkt vor ihr ist leer.

Die Royal Family am Tag von Harrys und Meghans Hochzeit

Gute Nachrichten

Für Eugenie dürfte die Mitteilung über ihre Schwangerschaft ein willkommener Anlass sein, mit positiven Neuigkeiten in die Schlagzeilen zurückzukehren. Zuletzt waren es weniger erfreuliche Themen, die im Zusammenhang mit ihr für Gesprächsstoff sorgten. Die Organisation Anti-Slavery International, für die sie sich als Schirmherrin engagierte, hatte sich von der Prinzessin losgesagt. Gründe wurden nicht genannt, doch es liegt nahe, dass die jahrelange Freundschaft ihrer Eltern mit dem US-Multimillionär und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein damit zu tun haben dürfte.

Der Geschäftsmann betrieb einen Missbrauchsring, dem viele Minderjährige zum Opfer fielen. Andrew und Ex-Frau Sarah "Fergie" Fergsuson waren viele Jahre eng mit Epstein befreundet. Kenntnis von dem Missbrauch oder eigenes Fehlverhalten stritten sie stets ab. Doch im Laufe des Skandals fiel insbesondere Andrew tief: Er verlor alle seine Ämter und Titel und musste aus seinem luxuriösen Anwesen auf dem Gelände von Schloss Windsor ausziehen. Eines der Epstein-Opfer, Virginia Giuffre, warf Andrew vor, sie mehrmals missbraucht zu haben, unter anderem als sie noch minderjährig war. Obwohl Andrew die Vorwürfe strikt zurückwies, einigte er sich mit der inzwischen verstorbenen Giuffre in einem US-Zivilprozess auf einen Berichten zufolge millionenschweren Vergleich.

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