Laut Lippenleserin: Was Charles und Trump im Garten des Weißen Hauses besprachen
Donald Trump und König Charles III.
Am Montag wurden der britische König Charles und Königin Camilla von US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in Washington empfangen. Am ersten Tag wurde den royalen Besuchern unter anderem der Bienenstock auf dem Südrasen des Weißen Hauses präsentiert.
"Habe das Gefühl, ich sollte nicht hier sein"
Die britische Lippenleserin Nicola Hickling analysierte einige Minuten des Aufeinandertreffens der hochkarätigen Paare. "Diese Schießerei …", habe Trump zu Charles III. etwa gesagt und dabei Bezug auf den Vorfall beim Correspondents' Dinner in Washington genommen, so Hickling im Gespräch mit der Boulevardzeitung Daily Mail. Ein Angreifer war durch eine Zugangsschleuse des Secret Service gestürmt und hatte sich einen Schusswechsel mit Sicherheitsbeamten geliefert.
"Ich möchte lieber nicht zu lange hier stehen bleiben", habe der Monarch - wohl scherzend - entgegnet. "Ich habe das Gefühl, ich sollte nicht hier sein." Trump soll sich bei Charles erkundigt haben, ob es ihm gut gehe, so Hickling, und gesagt haben: "Das ist keine gute Sache. Ich war nicht vorbereitet, aber jetzt bin ich vorbereitet." Dann soll er das Thema auf eine Korrespondenz mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gelenkt haben. "Er will Krieg", habe Trump erzählt. Charles soll versucht haben, seinerseits das Thema zu wechseln, doch Trump blieb bei Putins vermeintlichen Plänen - bis Charles gesagt habe: "Ein anderes Mal." Das Gespräch soll der Daily Mail zufolge nicht von Mikrofonen aufgezeichnet worden sein.
Charles wünscht sich Zusammenhalt
Bei seiner mit Spannung erwarteten Rede vor dem US-Kongress rief Charles III. vor dem Hintergrund der angespannten amerikanisch-britischen Beziehungen am Dienstag zum Zusammenhalt beider Länder auf. Wie britische Medien vorab berichteten, bezeichnete er die bilaterale Verbindung als Geschichte der "Versöhnung und Erneuerung". Zudem werde er von "einer der bedeutendsten Allianzen der Menschheitsgeschichte" sprechen, hieß es. Charles ist erst der zweite Monarch nach seiner Mutter, der 2022 verstorbenen Queen Elizabeth II., der vor dem Kongress sprach. Trotz mancher Differenzen in der Vergangenheit - Unabhängigkeitskrieg der Kolonien, Loslösung und Gründung der USA - hätten die gemeinsamen Traditionen der Verbündeten dazu geführt, dass "unsere beiden Länder immer wieder Wege gefunden haben, zusammenzukommen", hieß es den Berichten zufolge im Manuskript der Rede. Die Beziehungen in den Bereichen Verteidigung, Nachrichtendienste und Sicherheit würden "nicht in Jahren, sondern in Jahrzehnten gemessen".
Der Staatsbesuch des Königspaars gilt als diplomatischer Drahtseilakt. Trump, der als großer Fan der britischen Royals gilt, hatte die britische Regierung zuletzt immer wieder unter anderem wegen der aus seiner Sicht fehlenden Unterstützung im Iran-Krieg kritisiert. In London hofft man, dass der König das Verhältnis wieder in eine positive Richtung lenken kann.
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