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Harrys Dilemma: Warum die Distanz zum Palast nun schmerzen soll

Harry hatte sich 2020 von seinen royalen Pflichten losgesagt. Mit seiner Familie lebt er in den USA.
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Der britische Prinz Harry hat sich in den vergangenen Jahren in Kalifornien ein neues Leben aufgebaut - finanziell unabhängig vom Palast und zerstritten mit seiner Herkunftsfamilie. Ehefrau Herzogin Meghan teilt auf Instagram immer wieder kleine Einblicke in ihren Alltag.

Sohn Prinz Archie war am 6. Mai 2019 noch in London geboren worden. Das Paar hatte sich 2020 von seinen royalen Pflichten losgesagt. Tochter Prinzessin Lilibet kam im Juni 2021 in Kalifornien zur Welt.

Harry "traurig, dass seinen Kindern das Leben mit dem Rest ihrer Familie entgeht"

Der Prinz kann sein Leben in den USA nun nach seinen Wünschen gestalten, ohne sich an royale Traditionen und Protokolle zu halten. Trotzdem soll ihm ein Nachteil des Lebens fernab von Vater Charles und Bruder William schmerzen. "Harry hat das Gefühl, dass seinen Kindern das große Familiennetzwerk fehlt, das ihre Cousins und ihre Cousine genießen", zitiert die britische Boulevardzeitung The Mirror einen namentlich nicht genannten Freund Harrys, der damit Bezug auf Prinz Williams und Prinzessin Kates Kinder George, Charlotte und Louis nimmt. "Harry möchte, dass seine Kinder die allerbeste Ausbildung erhalten. Er hat seinen engsten Freundeskreis aus seiner Schulzeit in Ludgrove und Eton beibehalten. Das wünscht er sich auch für seine eigenen Kinder... Archie und Lili haben eine schöne Zeit in Kalifornien, aber Harry ist sehr traurig, dass ihnen das Leben mit dem Rest ihrer Familie entgeht."

Als schwer belastet gilt das Verhältnis spätestens seit Harry und Meghan mit US-Talkshow-Legende Oprah Winfrey im Jahr 2021 vor laufenden Kameras über ihren Ausstieg sprachen und sich bitter beklagten. Es folgten eine Netflix-Dokuserie und Harrys Autobiografie "Spare" (zu Deutsch: "Reserve"), in der er vor allem gegen seinen Bruder Prinz William und Königin Camilla austeilte.

Im Mai 2025 äußerte Harry in einem BBC-Interview allerdings die Hoffnung, sich mit der Königsfamilie zu versöhnen. Nach einer Niederlage vor Gericht um staatlichen Personenschutz bei Besuchen in Großbritannien, der ihm inzwischen nicht mehr automatisch in vollem Umfang zusteht, sagte er: "Ich hätte sehr gerne eine Aussöhnung mit meiner Familie." Er fügte hinzu: "Das Leben ist kostbar. Ich weiß nicht, wie lange mein Vater noch zu leben hat." Sein Vater spreche aber wegen des Streits um Personenschutz nicht einmal mit ihm, beklagte er vor einem Jahr.

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