Worüber sich Andrew jetzt wirklich sorgen soll, sorgt bei Nachbarn für Kopfschütteln

Am Donnerstag war Andrew von der Thames Valley Police vorübergehend festgenommen worden. Auch seinen Platz in der Thronfolge könnte Andrew jetzt verlieren.
Andrew Mountbatten-Windsor mit ernstem Blick, gekleidet in eine dunkle Robe mit weißer Schleife und goldenem Abzeichen.

Die britische Polizei setzte ihre Ermittlungen im Fall Andrew auf dem Gelände von Schloss Windsor am Montag fort, wie unter anderem die Nachrichtenagentur PA und der Sender Sky News berichteten.

Wegen seiner Verbindung zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte der 66-Jährige alle bedeutenden Titel und militärischen Ehren verloren. Andrew musste zudem aus seinem prunkvollen Anwesen auf dem Gelände von Schloss Windsor ausziehen. Am Donnerstag war er von der Thames Valley Police vorübergehend festgenommen worden, die wegen des Vorwurfs des Fehlverhaltens in einem öffentlichen Amt ermittelt. 

Andrew hat sich dazu bislang nicht geäußert. Vorherige Vorwürfe, bei denen es um Sexualdelikte in Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal ging, wies Andrew stets zurück.

Und: Der tief gefallene Ex-Prinz könnte nun auch noch seinen Platz in der britischen Thronfolge verlieren. Die Regierung des Vereinigten Königreichs erwägt britischen Medienberichten zufolge, ein Gesetz zu verabschieden, mit dem Andrew Mountbatten-Windsor von der Liste der Erbmonarchie gestrichen werden könnte, sobald die Polizei ihre Ermittlungen gegen den Bruder von König Charles III. abgeschlossen hat. 

Trotz des Verlusts seiner Titel steht der frühere Herzog von York weiterhin an achter Stelle der Thronfolge. Die Times zitierte eine Quelle aus dem Buckingham-Palast, nach der die Entfernung von Andrew aus der Thronfolge "eine reine Angelegenheit des Parlaments" sei und man "dies niemals behindern oder sich dem Willen des Parlaments widersetzen" würde. König Charles hatte zur Festnahme Andrews mitgeteilt: "Lassen Sie mich klarstellen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen." 

"Der Epstein-Skandal schien ihn kaum zu interessieren"

All das soll Andrew aber eher wenig belasten, glaubt man dem britischen Adelsexperten und Autor Robert Hardman. In der Boulevardzeitung Daily Mail schreibt er unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle aus Norfolk, wo Andrew seit kurzem lebt, dass dieser sich vor allem um Nebensächlichheiten sorge. 

"Es ist unglaublich. Der Epstein-Skandal schien ihn kaum zu interessieren. Viel mehr sorgte er sich darum, wo er seine Pferde unterbringen sollte. Er murrte sogar darüber, wo er sein Auto parken sollte. Angesichts der Tatsache, dass der König alle seine Rechnungen bezahlt, könnte man eine gewisse Dankbarkeit erwarten. Aber er war sehr unhöflich. Er lebt in einer anderen Welt", so der Norfolk-Anwohner.

Umfrage: Mehrheit hält Andrew als Thronfolger für untragbar 

Wie es mit Andrew weitergeht, ist unklar. Eine von Sky News zitierte YouGov-Umfrage ergab jedenfalls, dass 82 Prozent der Briten und Britinnen dafür sind, ihmden Status als potenzieller Thronfolger zu entziehen. Nur 6 Prozent waren dagegen, 12 Prozent gaben an, keine Meinung dazu zu haben. Um auszuschließen, dass Andrew jemals König werden könnte, müsste für die Änderung der Thronfolge ein Gesetz vom Parlament verabschiedet werden. 

Gesetze werden in Großbritannien im Ober- und Unterhaus beschlossen und schließlich vom Monarchen unterzeichnet. Änderungen der Thronfolge müssten zudem auch die weiteren 14 Commonwealth-Staaten wie Australien und Kanada zustimmen, denen Charles III. als König vorsteht. 

Platz eins in der Thronfolge hat Charles' Sohn William inne, vor dessen Sohn Prinz George (12). 

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