Schwedische Zeitung sieht nur in Scheidung von Mette-Marit und Haakon Lösung für Skandale
Kronprinzessin Mette-Marit und Ehemann Haakon
Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit hatte engen Kontakt zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, ihr Sohn Marius Borg Høiby steht wegen Vergewaltigung vor Gericht.
"Sturm in Norwegen ist beispiellos"
Die liberale schwedische Tageszeitung Dagens Nyheter kommentiert am Mittwoch die Skandale in der norwegischen Königsfamilie: "Der Sturm in Norwegen ist beispiellos. Vor allem, weil er sich markant von den Skandalen in anderen europäischen Königshäusern unterscheidet, die es geschafft haben, ihren Ruf im 21. Jahrhundert zu retten. Da hat man die Probleme gelöst, indem man den Betroffenen - Ex-Prinz Andrew in Großbritannien und Ex-König Juan Carlos in Spanien - Titel, Ämter, Mitgliedschaft im Königshaus und Apanage entzogen hat. Dadurch konnte eine Distanz zwischen dem Kern - dem Monarchen und dem Thronfolger - und den skandalumwitterten Familienmitgliedern geschaffen werden, die ganz einfach ausgeschlossen wurden. In Norwegen gibt es diese Option nicht. Mette-Marit kann den Kronprinzessinnen-Titel und die Apanage nicht abgeben, solange sie mit Kronprinz Haakon verheiratet ist. Er wird seinen Platz in der Thronfolge derzeit wohl nicht an Erbprinzessin Ingrid Alexandra abgeben, weil ein Vater vernünftigerweise nicht alles auf seine 22-jährige Tochter abladen will. Und wenn der Graben zwischen der Kronprinzenfamilie und Marius Borg Høiby - der nie einen Titel oder eine königliche Position hatte - noch größer werden soll, müssten seine Mutter, sein Stiefvater und seine Geschwister im Prinzip jeden privaten Kontakt abbrechen, was unmenschlich wäre. Also ist die einzige Art und Weise, die Verbindung zwischen den Skandalen und dem Königshaus zu kappen, eine Scheidung von Mette-Marit und Haakon."
Mette-Marit braucht Lungentransplantation
Die 52-jährige Mette-Marit blieb auch von anderen Schicksalsschlägen nicht verschont. Bei den Terroranschlägen im Osloer Regierungsviertel und auf der Insel Utøya am 22. Juli 2011 wurde neben 76 weiteren Menschen auch ihr älterer Stiefbruder Trond Berntsen getötet.
2018 erhielt sie die Diagnose, eine chronische Lungenerkrankung zu haben, eine Lungenfibrose. Dabei wird die Lunge durch eine Entzündung des Bindegewebes angegriffen, Betroffene leiden häufig unter Kurzatmigkeit, Husten und Atemnot. Mette-Marit brachte ihren Landsleuten die Nachricht auf ihre eigene Weise bei: Voller Stärke sprach sie im Fernsehen öffentlich über ihre schwächelnde Gesundheit. Sie sei froh, nach langen Beschwerden endlich zu wissen, was in den vergangenen Jahren mit ihrem Körper losgewesen sei, sagte sie. Seitdem kommt es ab und an vor, dass Mette-Marit kürzer tritt und Termine absagt. Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass Mette-Marit sich auf eine Lungentransplantation vorbereiten muss.
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