Adelskommentator: Ex-Prinz Andrews große Hoffnung für seine Töchter ist dahin
Andrew Mountbatten-Windsor
Die Töchter des im Epstein-Skandal in Ungnade gefallenen Andrew Mountbatten-Windsor, der frühere Prinz Andrew, nehmen wohl nicht an den traditionellen Osterfeierlichkeiten der Royals teil. Die Prinzessinnen Beatrice und Eugenie hätten "mit Zustimmung des Königs" andere Pläne für das kommende Wochenende, schrieb die Nachrichtenagentur PA Ende März. Beatrice und Eugenie sind die Nichten von König Charles III.; an den Weihnachtsfeierlichkeiten in Sandringham hatten sie teilgenommen. Im Gegensatz zu ihrem Vater haben die beiden ihre royalen Titel und Ehren nicht verloren - erfasst worden waren sie von dem Skandal aber trotzdem. So sollen die Prinzessinnen beispielsweise von dem prestigeträchtigen Pferderennen Royal Ascot ausgeladen worden sein.
Die Verbindung ihres Vaters zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein dürfte auch für Beatrice und Eugenie Folgen haben. "Jegliche Hoffnung auf königliche Pflichten für die Prinzessinnen – die Andrew Mountbatten-Windsor angeblich für sie anstrebte – ist dahin", schreibt Adelskommentator Harry Mount auf der Nachrichtenplattform inews.co.uk. "Natürlich werden sie an großen königlichen Anlässen teilnehmen: Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen und Krönungen. Aber die großen öffentlichen Auftritte wie der Ostergottesdienst in Sandringham gehören der Vergangenheit an."
Eugenie musste Schirmherrschaft niederlegen
Zuletzt hatte auch eine Mitteilung der Organisation Anti-Slavery International, die sich gegen moderne Sklaverei einsetzt, für Aufsehen gesorgt. Prinzessin Eugenie werde ihre Schirmherrschaft niederlegen, hieß es darin. Gründe wurden nicht genannt. Das Thema galt eigentlich als Herzensanliegen der 36-Jährigen.
Epstein-Opfer Virginia Giuffre drängt auf Treffen mit Charles III.
Die Familie von Epstein-Opfer Virginia Giuffre drängt im Hinblick auf den bevorstehenden Staatsbesuch von König Charles III. in den USA indes auf ein Treffen mit dem britischen Monarchen. "Wir bitten König Charles nachdrücklich, sich mit uns und den Überlebenden zu treffen und sich anzuhören, was wir zu sagen haben", teilte Bruder Sky Roberts gemeinsam mit seiner Frau Amanda in der BBC-Sendung "Newsnight" am Dienstagabend mit. Virginia Giuffre, die sich im April 2025 das Leben nahm, gilt als eines der prominentesten Opfer des Missbrauchsrings von US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Andrew hatte Giuffre vorgeworfen, sie mehrfach missbraucht zu haben. Der jüngere Bruder von Charles verlor im Laufe der Zeit alle Titel und Ehren. Mountbatten-Windsor bestreitet die Vorwürfe. Eine Zivilklage Giuffres in den USA endete mit einem Berichten zufolge millionenschweren Vergleich.
Nach der Veröffentlichung der jüngsten Epstein-Akten war Andrew zuletzt zwischenzeitlich festgenommen worden. Er steht im Verdacht, während seiner Zeit als Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an den US-Finanzier weitergeleitet zu haben, die Ermittlungen dauern an. Charles hatte sich im Laufe der Zeit wiederholt von seinem Bruder distanziert.
Die Mutter der Prinzessinnen Beatrice und Eugenie, die lange von Andrew geschiedene Sarah Ferguson, pflegte ebenfalls eine Freundschaft zu Epstein. Wie aus den vom US-Justizministerium veröffentlichten Akten hervorgeht, dürften beide Bekanntschaft mit dem Sexualstraftäter gemacht haben.
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