Adelsexpertin: Warum Sarah Ferguson Ex-Prinz Andrew nie ganz verlassen wird

Sarah "Fergie" Ferguson und Ex-Prinz Andrew Mountbatten-Windsor  im schwarzen Anzug stehen nebeneinander und blicken ernst nach vorne.
Die 66-Jährige führt mit Ex-Prinz Andrew seit Jahrzehnten eine Zweckgemeinschaft.

Nach dem tiefen Fall ihres Ex-Manns Andrew, der 2025 auch seinen Prinzen-Titel verlor, muss die auch als "Fergie" bekannte Sarah Ferguson ebenso aus der Royal Lodge auf dem Windsor-Gelände ausziehen - britischen Medienberichten zufolge schon sehr bald. Der Skandal um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein haftet auch an ihr. Die Yellow Press berichtete im Herbst weit unten in ihren Analysen: Ja, auch Ferguson muss raus aus dem Anwesen mit 30 Zimmern. 

Andrew könnte nach Norfolk ziehen

Die 66-Jährige führt mit Andrew seit Jahrzehnten eine Zweckgemeinschaft, beide gingen gemeinsam durch andere Skandale, keiner war so groß und folgenschwer wie der jüngste. Dem Vernehmen nach könnte Ferguson zwar mit Andrew in dessen neue Privatunterkunft ziehen. Medienberichten zufolge wird der gefallene Ex-Prinz künftig in einem Haus auf dem privaten Landsitz Sandringham in der englischen Grafschaft Norfolk wohnen. Das möchte Ferguson aber wohl nicht. "Damit endet das jahrzehntelange Zusammenleben", hatte die Times geschrieben. Die Ehe mit Andrew war 1996 geschieden worden. 

Adelsexpertin: Ferguson und Andrew nie "wirklich ganz geschieden"

Der britischen Adelsexpertin Jennie Bond zufolge dürften die beiden einander so oder so eng verbunden bleiben. Im Gespräch mit der Zeitung Mirror sagte sie: "Sofern Fergie nichts über ihren Ex-Mann weiß, was wir nicht wissen, denke ich, dass sie weiterhin Teil seines Lebens sein wird, auch wenn sie nicht mit ihm zusammenlebt. Sie haben so viel gemeinsam erlebt, Gutes wie Schlechtes, dass es schwer vorstellbar ist, dass sie jemals wirklich ganz geschieden sein werden." Andrew könne aber nicht tiefer sinken: "Nachdem ihm sein Status und seine Titel aberkannt wurden, er aus seinem Zuhause vertrieben und von königlichen Veranstaltungen ausgeschlossen wurde, wird Andrew jetzt am Boden sein. Obwohl sich der Tiefpunkt eines Royals oder sogar eines Ex-Royals natürlich zweifellos ziemlich von einem gewöhnlichen Tiefpunkt unterscheidet."

Fergusons eigene Verwicklung in den Epstein-Skandal 

Bereits Ende September war Ferguson wieder voll in den Sog der Epstein-Verwerfungen geraten. Auslöser war ein Bericht der Zeitung The Sun, dem zufolge Ferguson sich einst nur Wochen nach einer öffentlichen Distanzierung von Epstein bei diesem per E-Mail "zutiefst" entschuldigt und ihm ihre Freundschaft versichert haben soll. Zwar sagte ein Sprecher der einstigen Herzogin, sie habe damit lediglich eine Klage Epsteins abwenden wollen, weil sie ihn in einem Zeitungsinterview mit Kindesmissbrauch in Verbindung gebracht hatte. Mehrere Wohltätigkeitsorganisationen kündigten in der Folge aber ihre Zusammenarbeit mit Ferguson. "Fergie" hatte 2011 in einem Interview der Zeitung Evening Standard zugegeben, von Epstein 15.000 Pfund (derzeit etwa 17.000 Euro) angenommen zu haben und die Verbindung bedauert. "Ich verabscheue Pädophilie und jeglichen Missbrauch von Kindern", sagte sie damals und zeigte sich reumütig. "Sobald ich kann, werde ich das Geld zurückzahlen und nie wieder etwas mit Jeffrey Epstein zu tun haben." 

Andrew war ein Freund des 2019 in Haft gestorbenen US-Unternehmers, der einst in höchsten Kreisen verkehrt und einen Missbrauchsring betrieben hatte. Andrew, der die Vorwürfe bestreitet, wird vorgeworfen, das Epstein-Opfer Virginia Giuffre dreimal zum Sex gezwungen zu haben. Eine Zivilklage Giuffres endete in einem wohl millionenschweren Vergleich. 

Die Mutter von Prinzessinnen 

Als Andrew Mitte Oktober im Zuge des Skandals gezwungen war, sich nicht mehr Herzog von York zu nennen, verlor auch Ferguson ihre trotz der Scheidung gebliebene Anrede als Herzogin. Als Verbindung zum Königshaus bleiben ihr allein ihre beiden Töchter, die Prinzessinnen Beatrice und Eugenie, die ihre Titel jeweils behalten dürfen.

Ferguson und hatte Andrew 1986 in Westminster Abbey geheiratet, fünf Jahre, nachdem die Traumhochzeit von dessen Bruder, dem damaligen Prinzen Charles, und Prinzessin Diana geschlossen worden war. Beide Ehen sollten - zum Unmut von Queen Elizabeth II. - dramatisch scheitern. 

Mit ihrer Rolle als Schirmherrin bei Wohltätigkeitsorganisationen sowie als Autorin von Kinderbüchern versuchte Ferguson, ihr eigenes Leben abseits der royalen Abhängigkeit zu prägen. "Mami, Omi, Bestsellerautorin", schreibt sie in ihrem Profil auf der Plattform Instagram. Zu sehen sind dort viele Bilder der lächelnden Ferguson - eine Reaktion auf den Epstein-Skandal oder die Tiefpunkte von ihr und Andrew suchte man dort stets vergebens. 

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