Adelsexpertin: König Charles war "Gefangener in seinem eigenen Leben"

Die Ehe von Charles III. - damals erst Prinz - und Prinzessin Diana stand unter keinem guten Stern.
Nahaufnahme von König Charles im Anzug mit Krawatte, der lächelt.

Die Ehe von Charles III. - damals erst Prinz - und Prinzessin Diana stand unter keinem guten Stern. 1996 wurde sie geschieden. Im Jahr darauf starb Diana bei einer Verfolgungsjagd mit Paparazzi in Paris. Die beiden gemeinsamen Söhne Prinz William und Prinz Harry waren damals erst 15 und zwölf Jahre alt. 2005 heiratete Charles schließlich seine jetzige Frau Camilla.

"Charles fiel es nicht leicht, positiv zu denken" 

Adelsexpertin Ingrid Seward beschreibt Charles als Leidtragenden der Ehe mit Diana. In ihrem Werk "My Mother and I" schreibt sie dem Magazin Marie Claire zufolge: "Nach eigenen Angaben fiel es Charles nicht leicht, positiv zu denken. Er sei, so beklagte er sich, 'ein Gefangener' in seinem eigenen Leben. Und er tat das, was er immer tat, wenn er mit einer Situation konfrontiert war, die er nicht kontrollieren konnte – er wandte sich davon ab." 

Laut Seward beschäftigte Charles' unglückliche Ehe mit Prinzessin Diana so sehr, dass er ihr entfliehen wollte. "Camilla war immer für ihn da und war in nichts von ihm abhängig, und wenn es ihm zu viel wurde, fuhr er einfach die halbe Stunde nach Middlewick House in Wiltshire, um ein paar Stunden mit Camilla zu verbringen", so Seward. "Es war eine Flucht." 

Über Charles schreibt sie Marie Claire zufolge weiter: "Er konnte es nicht mehr ertragen, mit Diana zusammenzusitzen, erinnert sich ein Mitarbeiter von Highgrove. Diana schlug Türen zu, trat gegen Wände und brach in Tränen aus; ihre Frustration und Wut waren so außer Kontrolle, dass sie laut dem Highgrove-Haushalt 'beängstigend' waren." 

Für Charles eine ausweglose Situation. "Die Flut an Kritik, die auf ihn gerichtet war, verbunden mit dem unglücklichen Familienleben mit Diana, wurde zu einer unerträglichen Belastung", so die Autorin.

"Wir waren zu dritt in dieser Ehe"

Vor 30 Jahren verfolgten weltweit mehr als 200 Millionen Menschen, wie die "Königin der Herzen" (damals 34) in der BBC in aller Offenheit über die Untreue ihres Ehemannes Charles plauderte. Die Aussage "Wir waren zu dritt in dieser Ehe, deswegen war es ein bisschen eng" zählt bis heute zu den berühmtesten Sätzen der britischen TV-Geschichte. Das Interview besiegelte das Ende der ohnehin schon zerbrochenen Ehe, wenig später reichte Charles die Scheidung ein.

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