Adelsexperte: Warum sich Prinz William und Harry immer noch nicht versöhnt haben
Prinz William
Prinz Harry und seine Frau Herzogin Meghan haben sich vor sechs Jahren aus dem engeren Kreis der Royals verabschiedet. Sie leben mit ihren beiden Kindern Prinz Archie und Prinzessin Lilibet im US-Bundesstaat Kalifornien. Im September gab es zwar eine Wiederannäherung zwischen Harry und seinem Vater, König Charles III. In London traf man sich zum Tee. Aber: Das Verhältnis von Harry zu seinem Bruder, Thronfolger Prinz William, gilt weiterhin als extrem angespannt.
"Versöhnung erfordert Kompromisse"
Die sich einst so nahe stehenden Geschwister sollen seit Jahren nicht mehr miteinander gesprchen haben. Der britische Autor und Adelsexperte Robert Jobson sieht den Grund im mangelnden Vertrauen zwischen den Brüdern. Im Gespräch mit dem Magazin Hello! sagte er: "Im Moment konzentriert sich William auf seine Pflichten, Harry auf seine Beschwerden. William baut sich eine Zukunft auf und braucht Harrys Drama nicht mehr. Man kann diese Kluft nicht überbrücken, wenn ein Bruder nach vorne schaut und der andere die Vergangenheit und die Verbitterung nicht loslassen kann. Versöhnung erfordert Kompromisse, aber vor allem Vertrauen, und zwischen den Brüdern gibt es kein Vertrauen."
Als schwer belastet gilt das Verhältnis spätestens seit Harry und Meghan mit US-Talkshow-Legende Oprah Winfrey im Jahr 2021 vor laufenden Kameras über ihren Ausstieg sprachen und sich bitter beklagten. Es folgten eine Netflix-Dokuserie und Harrys Autobiografie "Spare" (zu Deutsch: "Reserve"), in der Harry vor allem gegen Prinz William und Königin Camilla austeilte.
Harry will Versöhnung
In einem BBC-Interview nach einer Niederlage vor Gericht um staatlichen Personenschutz bei Besuchen in Großbritannien, der ihm inzwischen nicht mehr automatisch in vollem Umfang zusteht, sagte er Harry im vergangenen Jahr aber: "Ich hätte sehr gerne eine Aussöhnung mit meiner Familie." Er fügte hinzu: "Das Leben ist kostbar. Ich weiß nicht, wie lange mein Vater noch zu leben hat." Mit den wohl gut gemeinten Äußerungen trat Harry jedoch ins Fettnäpfchen.
Die Krebsbehandlung von König Charles III. zeigt glücklicherweise Erfolge und kann reduziert werden, hatte der britische Monarch im Dezember in einer Videobotschaft für eine Kampagne zur Krebsvorsorge verkündet. Gänzlich abgeschlossen sei die Therapie damit zwar nicht, sie gehe aber in eine präventive Phase, erläuterte ein Sprecher des Königs. Charles habe "außergewöhnlich gut auf die Behandlung angesprochen".
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