Adelsexperte: Prinz Philip fand Queen Elizabeths liebstes Hobby "unerträglich"
Königin Elisabeth II. und Prinz Philip
Der britische Adelsexperte und Biograf Gyles Brandreth verriet, dass die verstorbene Queen Elizabeth II. und ihr Gatte Prinz Philip "unterschiedliche Hobbys und Interessen" hatten. In seinem Buch "Elizabeth: An Intimate Portrait" schrieb Brandreth dem Magazin Marie Claire zufolge, dass Philip "die Corgis seiner Frau unerträglich fand". Prinzessin Dianas einstiger Butler Paul Burrell habe demnach ähnliche Einblicke erhalten und in seinen Memoiren "The Royal Insider" angegeben: "Wie viele Tierliebhaber hatte die Königin ihre Hunde gerne im Schlafzimmer – sogar mit ihr im Bett. Prinz Philip, der sich sehr wohl das Bett mit seiner Frau teilte, war davon nicht so begeistert und murmelte oft etwas von 'diesen verdammten Hunden'."
Legendäre Corgi-Liebe
Die Monarchin hatte jahrzehntelang Corgis gehalten und gezüchtet, ihre Liebe zu den spitzohrigen walisischen Hütehunden ist legendär. Insgesamt soll sie Dutzende Hunde besessen haben, für einige gestaltete sie persönlich den Grabstein.
Corgi-Hunde begleiteten die Queen seit ihrer Kindheit. Ihre Eltern schenkten ihr zu ihrem 18. Geburtstag die Hündin Susan, von der die meisten der folgenden rund drei Dutzend Corgis der Königin abstammten. Auf offiziellen Fotos oder Gemälden der Queen tauchen die kleinen Hunde häufig auf. Anders als im Umgang mit Menschen waren Gesten der Zuneigung im Verhältnis zu Tieren auch in der Öffentlichkeit kein Tabu für die Queen und ihre Familienmitglieder. Ansonsten zeigte sie stets Selbstbeherrschung oder wie man in Großbritannien sagt, eine "stiff upper lip" (steife Oberlippe).
Philip war die große Stütze der Queen. Bis zum Tod von Elizabeth 2022 habe er gedacht, er sei "unersetzbar. Ich habe mich geirrt", so Brandreth. In der Beobachtung der neuen Königin und ihrem Verhalten an der Seite von König Charles habe er Philip "wiedergeboren" erlebt - "in Camilla". Prinz Philip war Elizabeths "Halt", Queen Camilla sei es jetzt für Charles. Brandreth schrieb Marie Claire zufolge weiter: "Sie ist von grundlegender Bedeutung für die Struktur seines Lebens". Camilla sei Charles' "gute Gefährtin und beste Freundin". Philip sei bewusst gewesen, "dass er nur die Nebenrolle" spielte. Auch da ähnelt er der der aktuellen Queen. "Wie Prinz Philip hat Camilla ihr Schicksal akzeptiert."
Prinz Philip war am 9. April 2021 mit 99 Jahren gestorben, rund zwei Monate vor seinem 100. Geburtstag. Er galt als fleißiger Royal und ging erst im Alter von 96 Jahren in den Ruhestand. Sein letzter offizieller Auftritt war bei einer Militärparade der Royal Marines im August 2017 vor dem Buckingham-Palast. Ein Hintertürchen hatte sich "Pensionist Philip" offengehalten, nämlich als gelegentlicher Begleiter von Elizabeth II. bei Terminen. Der Prinzgemahl war für seinen Charme und Humor bekannt - und zugleich für seine rhetorischen Fehltritte.
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