R. Kelly im Leighton Gericht in Chicago, September 2019.

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12/19/2019

R. Kelly plädiert in Fall von Ausweisbetrug auf "nicht schuldig"

Der Sänger soll durch Bestechung an einen gefälschten Ausweis gekommen sein, um die damals 15-jährige Sängerin Aaliyah heiraten zu können.

Der wegen Missbrauchsverdacht inhaftierte US-Sänger R. Kelly hat in einem anderen Fall, der sich um mutmaßlichen Ausweisbetrug dreht, auf "nicht schuldig" plädiert. Der 52-Jährige R&B-Musiker legte das Plädoyer am Mittwoch mittels Videoschaltung bei einem Gericht in New York ab.

Ausweis für Hochzeit gefälscht?

Kelly wird in dem Fall angelastet, einen Beamten im US-Staat Illinois bestochen zu haben, um einen gefälschten Ausweis für eine Frau zu bekommen.

Die Frau wird in den Gerichtsdokumenten nicht identifiziert. Nach Informationen der New York Times soll es sich um die verstorbene Sängerin Aaliyah gehandelt haben. Kelly hatte Aaliyah demnach 1994 geheiratet, als sie gerade einmal 15 Jahre alt war. Kelly habe damals einen falschen Ausweis für die Sängerin erlangt, der ihr Alter mit 18 Jahren angegeben habe, um sie heiraten zu können, berichtete die Zeitung.

Die Ehe zwischen Kelly und Aaliyah wurde Berichten zufolge später annulliert. Die populäre R&B-Sängerin starb im Jahr 2001 im Alter von 22 Jahren beim Absturz eines Kleinflugzeuges über den Bahamas.

Prozessbeginn im Frühling

Kelly, der durch den Hit "I Believe I Can Fly" von 1996 weltberühmt wurde, sieht sich seit Jahrzehnten mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs vor allem minderjähriger Mädchen konfrontiert. Wegen derartiger Anschuldigungen soll im Frühjahr in Chicago ein Prozess gegen ihn beginnen. Für sein Plädoyer am Mittwoch in dem Fall des mutmaßlichen Ausweisbetrugs wurde Kelly in ein Gerichtsgebäude in Chicago gebracht, von wo er in das New Yorker Gericht zugeschaltet wurde.

Kelly war im Februar festgenommen worden, kam aber zunächst auf Kaution frei. Später erwirkte die Staatsanwaltschaft, dass er in U-Haft genommen wurde. Die Begründung lautete, dass der Sänger "eine extreme Gefahr für die Gesellschaft" und "insbesondere für minderjährige Mädchen" darstelle. Vor mehr als zehn Jahren war Kelly in einem Kinderpornographie-Prozess freigesprochen worden.

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