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03/22/2019

Prügel-Ausraster bei GNTM: Heidi wirft Jasmin aus der Show

"Man kann sich mit Wörtern schlagen, aber man kann nicht mit Händen", erklärte Heidi Klum, als sie von Joy Abschied nahm.

In vierzehn Jahren "Germany’s Next Topmodel" hat es so etwas noch nie gegeben: Kandidatin Jasmin, alias Joy, enthüllte vor einigen Tagen auf Instagram, dass sie einer Mitstreiterin ins Gesicht geschlagen habe. In der Folge am Donnerstag wurde gezeigt, wie es zu dem Vorfall kam.

Prügel-Ausraster bei GNTM

Dass die Situation unter den "Mädchen" eskalieren würde, war schon vor Ausstrahlung der Folge klar. Sie habe Lena eine "geklatscht", hatte Joy im Vorfeld auf Instagram verraten. "Lena war frech", so ihre lapidare Begründung.

"Ich schlag' keine Leute ohne Grund. Ich schlag' Leute auch nicht gerne. Aber kennt ihr eine Respekt-Schelle?", erklärte die 18-Jährige ihren Fans. Von Reue keine Spur - auch wenn sie in der Sendung nach ihrem Rauswurf noch beteuert hatte, dass sie sich gerne entschuldigen würde.

Die Entgleisung hat für das Nachwuchsmodel Konsequenzen: Sie wurde von Heidi aus der Casting-Show geworfen. Die GNTM-Chefin Heidi Klum erklärte: "Es ist traurig, was hier passiert ist heute. Deswegen beenden wir das Ganze jetzt." Sie könne Joy nicht mehr zu den anderen Mädchen lassen.

Das brisante Video, in dem die ehemalige GNTM-Teilnehmerin die Gewalttat gesteht, wurde inzwischen offline gestellt. Mitschnitte finden sich allerdings noch auf der Videoplattform Youtube.

"Ich wusste, dass wenn ich das tue, was ich tue, ich rausfliegen werde", erklärt die Frankfurterin darin. "Es war vor der Kamera. Ich weiß nicht, ob sie es ausstrahlen werden. Die Produktion macht ja, was sie möchte."

Der Schweregrad ihrer Tat scheint ihr nicht bewusst zu sein. Ihren Rauswurf findet sie "unprofessionell". 

"Eigentlich entscheidet Heidi anhand eines Fotos, wisst ihr? Was da sonst abgeht, ist  Nebensache", sagte sie ihren Followern.

Anwalt: "Es gab nicht nur eine Ohrfeige"

Inzwischen hat sich auch der Anwalt der geohrfeigten Lena zu Wort gemeldet. Demnach erstattet Rechtsanwalt Christian sowohl gegen Joy als auch gegen den Sender ProSieben Anzeige, wie deutsche Medien berichten. Der Rechtsanwalt der Teilnehmerin machte es sich zum Ziel, eine Ausstrahlung der Gewalttat zu verhindern.

"Es geht nicht an, dass ein Fernsehsender filmt, wie eine Minderjährige von einer anderen Teilnehmerin während der Dreharbeiten geschlagen wird und das anwesende Kamerateam nicht sofort einschreitet", stellte er gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung klar.

Er wirft Pro Sieben vor: "Hier geht es dem Sender offensichtlich um die Einschaltquote und nicht um den Jugendschutz."

Gegenüber der Bunte erklärt der Anwalt: "Wir haben Strafanzeige gegen Jasmin, sowie das Kamerateam der Produktionsgesellschaft gestellt."

Über den Vorfall selbst sagt er: Es habe ein Gespräch zwischen Lena und Joy gegeben. Danach sei Letztere noch einmal auf seine Mandantin zugekommen und habe diese attackiert. Nohr behauptet, dass Lena mehr erleiden musste, als bloß eine "Klatsche": "Es gab nicht nur eine Ohrfeige und es sind nicht nur Extensions herausgerissen worden, da war noch mehr und wir wollen nicht, dass das in der Sendung gezeigt wird."

Enttäuschte Heidi wirft Jasmin aus der Show

Gezeigt wurde die Gewalttat in der Sendung am Donnerstag nicht. Zu sehen war aber, dass Lena die aus schwierigen Verhältnissen stammende Joy vor deren Ausraster verbal provozierte, als diese ohnehin schon mit den Nerven am Ende war, weil sie beim Entscheidungsrun von Heidi kritsiert wurde. Während sich Joy weinend zurückzog, lästerete Lena über sie ab.

Als Joy das Gerede über sie hörte und versuchte, sich zu verteidigen, eskalierte der Streit. Sie sei "asozial" und "unreif", ließ Lena Jasmin wissen - worauf bei dieser die Sicherungen durchbrannten.

Heidi Klum zeigte sich von Joys Verhalten enttäuscht. Nach dem Übergriff suchte die GNTM-Chefin das Gespräch mit Jasmin.

"Es tut mir echt leid, dass ich dich hier in so eine Situation bringe", sagte diese geknickt. Die ganze Situation sei ihr peinlich.

Dazu Heidi: "Du bringst mich nicht in seine Situation, meine Liebe, du bringst dich in eine Situation und das tust du immer und immer wieder. Jeden Tag versuche ich, dass du das Leben positiv sieht und dass du etwas Positives aus deinem Leben machst."

"Ich will das auch, aber es ist einfach schwierig", rechtfertigte sich das Nachwuchsmodel.

Für körperliche Übergriffe hat Heidi Klum aber kein Verständnis: "Es kann doch nicht sein, dass ihr euch gegeneinander schlagt. Ihr seid hier, um Model zu werden."

Darauf Jasmin: "Ich wollte keine von denen schlagen, aber es geht auch nicht mich zu beleidigen."

Fast schon mütterlich gab sich Heidi, als sie von ihrem Schützling Abschied nahm: "Weißt du, wie oft ich beleidigt werde? Weißt du was ich mir schon seit vielen Jahren anhören muss? Meinst du da ist immer alles wahr? Meinst du es gefällt mir? Die Sachen, die ich mir immer anhören muss? Du musst immer an dich denken. Aber das hast du nicht gemacht. Weißt du, was mir am meisten leid tut? Ich versuche dir zu helfen, jeden Tag, Woche für Woche. Ich versuche dich mitzuziehen, weil ich weiß, dass hier drin ein guter Mensch ist. Aber Schatz, es gibt Regeln in einer Gesellschaft. Man kann sich mit Wörtern schlagen, aber man kann nicht mit Händen schlagen. Das darf man nicht machen. Du hast eine riesen Chance hier gehabt und die hast du dir jetzt leider damit selber vermasselt."