Patrice Aminati: "Leben ist nicht nur Strandurlaub, es ist auch Krebserkrankung"

Die an schwarzem Hautkrebs erkrankte Designerin und Influencerin Patrice Aminati spricht über ihre Entscheidung, trotz Erkrankung weiter in der Öffentlichkeit zu stehen.
Eine lächelnde Patrice Aminati mit blondem Haar trägt einen schwarzen Rollkragenpullover und eine Hose.

Die an schwarzem Hautkrebs erkrankte Patrice Aminati sprach über ihre Entscheidung, sich nicht aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Die Designerin und Influencerin geht offen mit ihrer Diagnose um und wehrt sich im Gespräch mit der Illustrierten Bunte gegen Klischeebilder. "Wir Krebskranke haben einen Platz in der Gesellschaft, wir sind Eltern, wir sind Liebende, wir dürfen Hobbys haben und wir dürfen uns auch herausputzen." 

Aminati gab ihre Erkrankung vor drei Jahren bekannt und gewährt seitdem immer wieder Einblicke in ihr Leben. Dabei will sie "nicht nur die Sternstunden zeigen, sondern auch ganz ehrlich sagen, wie das Leben ist. Leben ist nicht nur Strandurlaub, es ist auch Krebserkrankung".

Aminati: "Haben eine unglaublich tolle Tochter"

Mitte Dezember wurde bekannt, dass sich Aminati von ihrem Ehemann Daniel Aminati getrennt hat. Das gemeinsame Kind ist drei Jahre alt. Diese steht für das Ex-Paar an erster Stelle. "Wir wollen für unsere Tochter die besten Eltern sein. Wir haben eine unglaublich tolle Tochter. Das Kind ist das Allerwichtigste. Sie ist selbstbewusst, sie ist glücklich, sie wird geliebt. Von Mama, Papa, Oma, Opa", so Aminati im Bunte-Gespräch.

Ihrer Familie sei sie sehr dankbar, schilderte sie weiter. Nach der Trennung von Daniel Aminati war sie zurück zu ihren Eltern gezogen. Vater und Mutter sind ihr eine wichtige Stütze.

Krebs machte Aminati zu einem glücklicheren Menschen

"Wenn ich mir vorstelle, es wär mein letzter Tag, dann würde ich gern mit meinen Eltern auf dem Sofa sitzen. Wir würden ein Stück Kuchen essen, einen Kaffee trinken", sagte Aminati im Jänner im Interview mit "RTL Exclusiv". 

Eine vollständige Heilung ist nach ihren Worten ausgeschlossen. "Im Moment kann es mit Medikamenten ganz gut in Schach gehalten werden", sagte Aminati über ihre Erkrankung. "Der Grundtenor ist natürlich die Traurigkeit und die Angst, aber wir versuchen das Beste daraus zu machen", beschrieb sie ihren Alltag. Krebs habe sie zu einem glücklicheren und dankbareren Menschen gemacht. 

Schwarzer Hautkrebs kann nach Angaben des Klinikums Dortmund aus einem Leberfleck oder aus gesunder Haut entstehen. Das Risiko steigt demnach durch schwere Sonnenbrände in der Kindheit oder durch Solarium-Besuche. Regelmäßige Hautkrebsvorsorgeuntersuchungen werden empfohlen. 

Kommentare