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Stars
05/15/2012

Obama auf Tuchfühlung mit prominenten Schwulen

Nur eine Woche nach seinem Bekenntnis zur Schwulenehe traf der US-Präsident bei einer Wahlkampfparty unter anderem seinen Fürsprecher Ricky Martin.

Knapp eine Woche nach seinem Bekenntnis zur Schwulenehe hat US-Präsident Barack Obama in New York Geld für seinen Wahlkampf gesammelt - und dabei auch die Unterstützung von homosexuellen Prominenten gesucht.

Obama traf unter anderem den Sänger Ricky Martin ("María"), der sich vor zwei Jahren erstmals zu seiner Homosexualität bekannt hatte. "Wir bewundern seinen Mut, so wie letzte Woche bei seiner ...

dapdFILE - In this Feb. 15, 2012 file photo, singer and actor Ricky Martin attends the MAC Viva Glam new product campaign launch event at Stage 37 in New York. On Wednesday, April 25, 2012, Martin announced a fundraising event for Obamaís reele camn cam

... Obama wisse, dass sich beide in dieser Frage einig seien. "Wir haben den richtigen Präsidenten zur richtigen Zeit gewählt." Martin habe auch die Außenpolitik Obamas gelobt, hieß es weiter.

Obama suchte bei dieser Angelegenheit die Unterstützung Martins und anderer potenzieller Spender: "Ich bin hier, um um Ihre Hilfe zu bitten, weil Ihr Land Ihre Hilfe braucht." Unter den Prominenten war auch Eva Longoria, die am ...

... Abend zuvor ihren letzten Auftritt als "Desperate Housewive" hatte. Der Präsident schien sie mit seiner Rede ...

... überzeugen zu können. Ob sie danach zu ihrer Brieftasche griff?

In der Woche zuvor hielt sich Obama in Hollywood auf. Dort traf er nicht nur auf viele Stars, sondern füllte gleichzeitig seine Wahlkampfkasse auf. Eifriger Mithelfer ist George Clooney, der in seiner Villa eine Dinnerparty veranstaltete.

Obama und Clooney kennen einander übrigens schon aus der Zeit, in der der jetzige Präsident noch Senator war. Hier ein Bild aus 2006.

"Wir haben jetzt schon zehn Millionen Dollar mit diesem Spenden-Dinner eingenommen, etwa doppelt so viel wie jemals zuvor geschafft worden ist", rechnete Clooney beim alljährlichen Galadinner des Pressekorps des Weißen Hauses Ende April vor, wie das Wall Street Journal schrieb. 

Er wisse nur, dass es der größte Fundraiser (Veranstaltung zur Spendenbeschaffung) überhaupt sei, zitierte das Blatt den Oscar-Preisträger.  

Das Branchenblatt Hollywood Reporter spricht inzwischen vom Zwölf-Millionen-Dollar-Dinner (9,21 Mio. Euro). 150 Plätze seien ausverkauft. 40.000 Dollar kostet der Einlass in die Villa des Filmstars in Los Angeles. Das allein bringt sechs Millionen Dollar.

Zusätzlich gab es für weniger betuchte Fans des Präsidenten eine Verlosung von zwei Karten. Schon eine kleine Spende genügte, um bei der Aktion "Obama, Clooney and You" sein Glück zu versuchen. So flossen weitere Millionen in die Kasse. 

Die Gästeliste ist streng geheim, aber Obamas Unterstützer in der traditionell liberalen US-Unterhaltungsindustrie sind bekannt.

Neben Clooney zählen auch dessen Kumpel Brad Pitt, ...

... "Avengers"-Star Scarlett Johansson, ...

... Regisseur Steven Spielberg, ...

... Leonardo DiCaprio, ... 

... Halle Berry, ...

... Reese Witherspoon und ... 

... Oprah Winfrey zu den prominenten Unterstützern des amtierenden US-Präsidenten.  

Auch auf einflussreiche Filmbosse kann Obama laut Hollywood Reporter zählen, etwa auf Produzent Harvey Weinstein (Bild) oder DreamWorks-Chef Jeffrey Katzenberg.

Nicht mit am Tisch sitzen wird dagegen der frühere MGM-Boss Harry Sloan (links, mit Rick Sands). Der Entertainment-Veteran macht sich in Hollywood für die Republikaner stark.

Obamas wahrscheinlicher Herausforderer, der Republikaner Mitt Romney, muss sich in der liberalen Hochburg mit weniger glamourösen Namen zufrieden geben. Der Sänger Kid Rock ist ein erklärter Romney-Fan, auch die Schauspieler Chuck Norris (Bild) oder Tom Selleck legen sich gewöhnlich für Republikaner ins Zeug.

In der Wahlnacht im November 2008 zählte Clooney, der sich seit langem in politisch-humanitären Fragen engagiert, zu Obamas ersten Gratulanten.

Erst Mitte März bat Clooney bei einem Treffen im Weißen Haus um Hilfe für Flüchtlinge im sudanesischen Grenzgebiet.

Obama kann auf den Leinwand-Star zählen. "Ich glaube fest daran, zu den Leuten, die man gewählt hat, zu stehen und für sie einzutreten", sagte Clooney im vorigen Herbst dem Sender ABC. "Ganz ehrlich, ich bin enttäuscht von den Leuten, die von Obama enttäuscht sind."

Nicht alle, die Obama vor vier Jahren ins Amt verholfen haben, bringen dem Demokraten diese Loyalität entgegen. Oscar-Preisträger Matt Damon etwa warf Obama im vorigen Jahr im CNN-Interview vor, viele seiner politischen Versprechen nicht gehalten zu haben.

Auch die Sänger Melissa Etheridge und Harry Belafonte und US-Regisseur Michael Moore (Bild) zeigten sich von Obama enttäuscht.  

Doch um die Spendenquelle in Hollywood muss sich Obama keine Sorgen machen. Die nächsten Benefizveranstaltungen sind schon geplant. Anfang Juni jettet der Präsident wieder nach Los Angeles zu einer Gala, bei der auch die Sängerin Pink auftritt. Die billigste Eintrittskarte für das Event am 6. Juni kostet 1250 Dollar, für 10.000 Dollar gibt es besondere Sitzplätze - und dazu ein gemeinsames Foto mit Obama.

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