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Nach Tod von Luna Jordan: Dreharbeiten für Beatles-Serie ausgesetzt

Die Schauspielerin sollte in der Serie "Hamburg Days" über die Anfänge der Beatles eine Fotografin auf St. Pauli spielen.
Luna Jordan mit lockigem Haar spricht am Rednerpult.

Nach dem Tod der Schauspielerin Luna Jordan haben die Macher der Serie "Hamburg Days" über die Anfänge der Beatles auf St. Pauli die Dreharbeiten unterbrochen. "Unsere unmittelbare Priorität nach dieser Nachricht ist das Wohlergehen unserer Besetzung und Crew. Die Produktion wurde vorerst ausgesetzt. Wir nehmen uns die Zeit, um zu überlegen, wie und wann die Dreharbeiten wieder aufgenommen werden können", teilte ein Sprecher der Produktionsfirmen W&B und Turbine Studios mit.

Luna Jordan sollte in der Serie die Rolle der Fotografin und Künstlerin Astrid Kirchherr spielen. Am Montag hatte ihre Agentur Players unter Berufung auf die Familie bekanntgegeben, dass Jordan am vergangenen Mittwoch im Alter von 25 Jahren gestorben war.

"Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine weiteren Neuigkeiten bezüglich einer Neubesetzung", teilte der Sprecher der Produktionsfirma auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur weiter mit. Man stehe weiter "in engem Kontakt mit Lunas Familie".

ZDF über Tod von Luna Jordan "zutiefst erschüttert"

"Hamburg Days" wird unter anderem für das ZDF und BBC produziert. "Die Nachricht über den Tod von Luna Jordan hat uns zutiefst erschüttert", teilte das ZDF mit. "Ihrer Familie und ihren Angehörigen sprechen wir unser Beileid aus."

Die Fernsehserie spielt in den 1960er Jahren in den verrauchten Clubs auf der Reeperbahn und erzählt unter anderem von der Freundschaft der Beatles zur Künstlergruppe um Klaus Voormann. Der heute 88-jährige Künstler arbeitete eng mit der Band zusammen und gestaltete zum Beispiel das Albumcover der Beatles-Platte "Revolver". Die damals noch unbekannte Band aus Liverpool war bei ihrer Ankunft in Hamburg noch fünfköpfig - und Ringo Starr hatte sich ihnen noch nicht angeschlossen.

Luna Jordan hat im Laufe ihrer Karriere etwa im "Polizeiruf" mitgespielt und in der Serie "Jenseits der Spree" mit Jürgen Vogel. Für den Film "Fuchs im Bau" erhielt sie 2022 den österreichischen Filmpreis für die beste weibliche Nebenrolle. Die Schauspielerin, die in Berlin geboren wurde, spielte in den vergangenen Jahren etwa auch im Film "Run Me Wild" mit, der beim Filmfestival Max Ophüls Preis gezeigt wurde, und in der Coming-of-Age-Serie "Euphorie".

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