Skistar Mikaela Shiffrin macht Krebserkrankung ihrer Mutter Eileen öffentlich

Wegen der Krebserkrankung verpasste Eileen Shiffrin im Gegensatz zu allen Jahren zuvor die Saisonvorbereitung ihrer Tochter und den Start in die Weltcup-Saison.
Eine lächelnde Mikaela Shiffrin mit Barilla-Kappe hält eine Kristallkugel-Trophäe.

Alpin-Superstar Mikaela Shiffrin hat erstmals öffentlich gemacht, dass sie mit Sorgen um ihre Mutter Eileen in die abgelaufene Olympia-Saison gegangen ist. Bei der 66-Jährigen war im vergangenen Jahr bei einer Routine-Darmspiegelung ein Tumor entdeckt worden. "Wir wollten zu Saisonbeginn nicht wirklich über deinen Krebs und deine Behandlungen sprechen, aber viele Menschen im Weltcup-Zirkus haben mitbekommen, dass du nicht da warst", sagte Mikaela Shiffrin im Gespräch mit ihrer Mutter im Podcast "What's the point". 

Wegen der Krebserkrankung verpasste Eileen Shiffrin im Gegensatz zu allen Jahren zuvor die Saisonvorbereitung ihrer 31 Jahre alten Tochter und den Start in die Weltcup-Saison. "Die Vorbereitung auf die Olympia-Saison war enorm anders. Es war das erste Mal, dass du nicht dabei warst zum Beginn der Rennsaison", sagte die Slalom-Olympiasiegerin von Cortina d'Ampezzo in diesem Februar. Aber ihr war klar: "Du hast Dich mein ganzes Leben um mich gekümmert. Und du musstest dich wirklich, wirklich um dich selbst kümmern."

Notlüge über Abwesenheit 

Die Abwesenheit ihrer Mutter erklärte sie mit einer Notlüge. Sie habe ein Haus gekauft und richte es ein. "Ist das glaubhaft?", sagte die Rekord-Weltcupsiegerin aus den USA im Gespräch mit ihrer Mutter über ihre Zweifel, "die Leute schienen es geglaubt zu haben. Es war fast, wie es zu verstecken, aber man möchte nicht wirklich, dass sie darüber reden". 

Für sie sei es eine neue Erfahrung gewesen, ohne ihrer Mutter, die auch ihre Trainerin war, in die Saison zu starten. "Als ich in die Saison gegangen bin, dachte ich mir: Okay, du musst eine höhere Stufe erreichen, weil du ohne sie auskommen musst", berichtete Shiffrin. Es sei keine Entschuldigung, dass ihre Mutter nicht dabei sei. "Ich wollte nicht über meine Befürchtungen für die Olympia-Saison sprechen", bekannte Mikaela Shiffrin. Am Ende der Saison gewann sie nicht nur Olympia-Gold, sondern auch zum sechsten Mal den Gesamtweltcup. 

Appell für Vorsorgeuntersuchungen 

In dem Podcast appellierte Eileen Shiffrin, Vorsorgeuntersuchungen wahr- und ernstzunehmen. "Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist, Mammografie zu machen, Darmspiegelungen", erklärte sie. Sie selbst habe ihre Untersuchung aufschieben wollen, weil sie zu beschäftigt gewesen sei. "Aber ich habe es getan und es war das Letzte, was ich erwartet hatte", sagte Eileen Shiffrin über die Diagnose. Über ihren aktuellen Gesundheitszustand sagte sie nichts. 

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