Neue Untersuchung: Starb Kurt Cobain doch durch Fremdeinwirkung?
Kurt Cobain (1993)
"With the lights out, it's less dangerous", sang Kurt Cobain in seinem legendären Hit "Smells Like Teen Spirit". "Wenn die Lichter aus sind, ist es nicht so gefährlich" - Zeilen, die für zahllose Fans seiner Band Nirvana die Welt bedeuteten. Aber auch interpretiert wurden als Ausdruck von Cobains Zerbrechlichkeit und Furcht vor dem Leben. Der Musiker, der ein Genre und eine Generation prägte, nahm sich vor knapp 32 Jahren - am 5. April 1994 - das Leben.
Oder war doch alles ganz anders? Fragen wie diese werfen derzeit Berichte um neue Untersuchungen auf. Die britische Boulevardzeitung Daily Mail schreibt unter Berufung auf ein Forscherteam, dass Cobain durch Fremdeinwirkung ums Leben gekommen sein könnte.
Bei einer Analyse der Autopsie-Ergebnisse und einem Abgleich mit dem Tatort habe es Unstimmigkeiten gegeben. Die Forscher seien auf Anzeichen gestoßen, wonach Cobain von einem oder mehreren Angreifern attackiert worden sei, die ihn mit einer Überdosis Heroin handlungsunfähig gemacht und schließlich erschossen haben sollen.
Suspekt sei zum Beispiel die Position von Cobains Händen gewesen; an relevanten Stellen würden Blutspritzer fehlen. Andere Blutspuren würden wiederum darauf hindeuten, dass die Leiche bewegt worden sein könnte. Auch bei Cobains Abschiedsbrief wollen sie Ungereimtheiten ausgemacht haben. Nur ein Teil könnte von Cobain selbst verfasst worden sein, ein andere weise Anzeichen einer Fälschung auf, so Forscherin Michelle Wilkins.
Aufenthalt in Entzugsklinik
Cobains letzte Tage waren hart. Im Februar 1994 startete die Band die bis April geplante Europa-Etappe ihrer "In-Utero"-Tour. Doch bereits am 1. März gab Nirvana im Münchner Terminal 1 ihr letztes Konzert. Cobain nahm am 6. März in Rom eine Überdosis, stimmte einem Entzug in den USA und einem Abbruch der Tour zu. Doch in den Vereinigten Staaten floh er wenig später aus der Klinik.
Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich. Infos für Jugendliche gibt es unter www.bittelebe.at)
Cobain hatte nicht lange vor seinem Ableben mit einer Waffe im Mund posiert. Nach seiner Flucht aus der Entzugsklinik wurde der Musiker nirgendwo gesehen. Dann, am 5. April 1994, spritzte er sich über der Garage in seinem Anwesen in Seattle erst Heroin und erschoss sich mit einer Schrotflinte, so die offizielle Einstufung der Geschehnisse.
Club 27
Kurt Cobain konnte mit dem Leben oft nicht viel anfangen, doch wie andere Rockstars machte sein früher Tod ihn für viele unsterblich. Wie jene Musikstars im "Club 27" - Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison oder Amy Winehouse - erlebte er seinen 28. Geburtstag nicht mehr.
In seinen Abschiedsbrief zitierte er aus einem Songtext von Neil Young: "It's better to burn out than to fade away" (etwa: "Es ist besser, auszubrennen, als zu verblassen").
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