Kelly Osbourne nach Brit Awards: "Werde entmenschlicht"

Bei den Brit Awards nahmen Kelly und Sharon Osbourne den Preis für Ozzys Lebenswerk entgegen.
Kelly Osbourne

Kelly Osbournes Auftritt bei den diesjährigen Brit Awards sorgte für Schlagzeilen. In den sozialen Medien hagelte es Kommentare, wonach die Sängerin und TV-Persönlichkeit "abgemagert" und "wie ein Skelett" oder "eine Leiche" aussehen würde, besonders ihre eingefallenen Wangen wurden betont. Auch von Medikamentenmissbrauch und der Abnehmspritze Ozempic war die Rede. Viele User merkten an, Osbourne würde "krank" aussehen und zeigten sich besorgt: "Hoffentlich holt sie sich Hilfe."

Nach der Preisverleihung veröffentlichte Osbourne eine Instagram-Story, in der sie sich gegen diese verletzenden Kommentare wehrte – und gab dabei Einblick in ihren aktuellen Gefühlszustand, rund acht Monate nach dem Tod ihres Vaters Ozzy Osbourne. Bei den Brit Awards nahm sie, gemeinsam mit Mutter Sharon, stellvertretend für ihn den Preis für sein Lebenswerk entgegen.

"Schwerste Zeit meines Lebens"

Osbourne betonte, dass es sich bei den Kommentaren um nichts anderes als Bodyshaming handeln würde, was absolut nicht in Ordnung sei. Sie machte ihrem Ärger Luft und schrieb: "Das ist eine besondere Art von Grausamkeit, jemanden zu verletzen, der offensichtlich etwas durchmacht, auf mich einzutreten, während ich am Boden liege, meinen Schmerz zu bezweifeln, meine Kämpfe als Klatsch zu verbreiten und sich abzuwenden, wenn ich am meisten Unterstützung und Liebe brauche."

Sie fügte hinzu: "Nichts davon beweist Stärke; es zeigt nur einen tiefen Mangel an Mitgefühl und Charakter. Ich gehe gerade durch die schwerste Zeit meines Lebens. Ich sollte mich nicht einmal verteidigen müssen. Aber ich werde nicht hier sitzen und zulassen, dass ich auf diese Weise entmenschlicht werde!" Osbourne zeigte sich auch verwundert: "Ich kann buchstäblich nicht glauben, wie widerlich manche Menschen wirklich sind."

Osbourne deutet also an, dass sie nach wie vor unter dem Verlust ihres Vaters leide, was sich auf ihren Gesundheitszustand auswirke.

"Verpisst euch!"

Es ist nicht das erste Mal, dass die 41-Jährige sich öffentlich gegen Hasskommentare im Internet wehrt. Schon im Dezember vergangenes Jahres sagte sie Usern, die ihr Aussehen kritisieren, den Kampf an. "An alle, die denken, sie wären witzig und gemein mit Kommentaren wie 'Bist du krank?' oder 'Hör auf mit Ozempic!': Ihr seht nicht gut aus. Mein Vater ist gerade gestorben, und ich tue mein Bestes. Das Einzige, wofür ich im Moment lebe, ist meine Familie", sagte sie in einem Clip, der in der Sendung "Piers Morgan Uncensored" ausgestrahlt wurde.

"Und ich habe mich entschieden, meine Inhalte mit Ihnen zu teilen und Ihnen die glückliche Seite meines Lebens zu zeigen, nicht die traurige", fügte die Tochter des verstorbenen Musikers Ozzy Osbourne hinzu, bevor sie Bodyshamern mitteilte: "Also, an alle diese Leute: Verpisst euch!"

Unterstützung von Mutter Sharon Osbourne

In genau dieser Sendung nahm auch Kellys Mutter Sharon Osbourne ihre Tochter in Schutz und sprach über die schwierige Zeit, die Kelly nach dem Verlust ihres Vaters durchmacht. "Sie ist nicht glücklich, sie hat ihren Vater verloren", erklärte Sharon. "Sie kann gerade nicht essen."

Sharon äußerte zudem Verständnislosigkeit gegenüber den Angriffen im Internet: "[Das Internet] ist ein Schutzschild für Menschen, die unglücklich sind. Eifersucht und die Wahrnehmung anderer – wie oft haben wir uns in unserer Wahrnehmung von jemandem geirrt? … Es steckt eine Menge Mühe in [verletzende Kommentare]. Ich fühle Mitleid mit diesen Menschen. Irgendetwas stimmt in ihrem Leben nicht. Sie sind nicht glücklich."

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