Julia Roberts: Wie ist das Verhältnis zu Bruder Eric wirklich?

Seine Schwester gilt seit dem Film "Pretty Woman" als Hollywood-Ikone. Eric Roberts jedoch ist weit weniger bekannt.
Ein Mann mit grauen Haaren und Brille lächelt vor einem blauen Hintergrund.

Auch er ist Schauspieler in Hollywood, aber bei weitem nicht so bekannt und erfolgreich wie seine jüngere Schwester. Auch deshalb soll das Verhältnis zwischen Eric und Julia Roberts seit Jahrzehnten angespannt, ja gar zerrüttet sein. Doch was ist wirklich dran an diesen Gerüchten? Wie steht es derzeit um das Verhältnis der beiden Geschwister?

Dazu äußerte sich nun der 69-Jährige im Podcast "It Happened in Hollywood".

Eric über Schwester Julia: "Ich mag sie."

Im Gespräch mit Moderator Seth Abramovitch betonte Eric Roberts, dass die Beziehung zu seiner Schwester entspannt und respektvoll sei. "Wir haben Meinungsverschiedenheiten, wie das unter Menschen vorkommt, aber wir mögen und respektieren einander sehr." Und: "Uns geht es gut."

Besonders von Julias Schauspielkarriere und ihrer Rolle als Mutter zeigte er sich beeindruckt: "Sie ist eine großartige Schauspielerin, sie ist ein großartiger Mensch. Und sie ist eine großartige Mutter – das ist der schwierigste Job überhaupt." Weiter fügte er hinzu: "Sie ist eine coole Frau und ich mag sie."

Auch kleinere Meinungsverschiedenheiten zwischen den Geschwistern seien laut Roberts nicht von Bedeutung. "Ich mag meine Schwester sehr", wiederholt er. Besonders beeindruckend sei für ihn, wie Julia Roberts ihre Karriere und ihr Familienleben meistere. "Ich bin beeindruckt von ihrer tollen Karriere. Und sie hat drei Kinder – sie ist eine richtig gute Mutter."

Julia Roberts lächelt mit gewelltem, blondem Haar vor einem Hintergrund mit Fotografen.

Julia Roberts

Eric und Julia Roberts: Nicht immer Friede-Freude-Eierkuchen

Man hat den Eindruck, Eric Roberts tue alles, um keinen Zweifel daran zu lassen, dass zwischen den Geschwistern eine Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung herrscht – und dass er seine Schwester voll und ganz unterstütze.

Das mag auch damit zu tun haben, dass er früher andere, nämlich weitaus weniger nette Töne anschlug. 2018 hatte Eric Roberts in einem Interview mit der Vanity Fair eine Verbindung zwischen seinem eigenen und Julias Erfolg gezogen, was nicht nur für Aufsehen sorgte, sondern auch Kritik hervorrief. Damals sagte er: "Wenn es mich nicht gäbe, gäbe es weder Julia Roberts noch meine Tochter Emma Roberts als Prominente, als Schauspielerinnen, und darauf bin ich sehr stolz." 

Der Hintergrund: Er fing früher mit der Schauspielerei an als seine um 11 Jahre jüngere Schwester; obendrein habe er ihr geholfen, in Hollywood Kontakte zu knüpfen. Zudem sei schon vorhin sowohl für einen Golden Globe als auch einen Oscar nominiert gewesen. "Und ich bin so stolz darauf, dass jeder weiß, dass ich der Erste war", so Eric damals gegenüber Vanity Fair.

Diese Bemerkungen hatte er später bedauert und öffentlich zurückgenommen. In seinem 2024 veröffentlichten Buch "Runaway Train: Or, The Story of My Life So Far" entschuldigte sich Roberts erneut ausdrücklich für diese Aussagen. "Eines der Dinge, für die ich mich in diesem Buch entschuldigen möchte, ist, dass ich mehrfach öffentlich gesagt habe: "Ohne mich gäbe es keine Julia Roberts'", schrieb er. "Das ist nicht nur bedauerlich, sondern auch falsch." 

Er fügte hinzu: "Und ich hoffe, Julie nimmt diese öffentliche Entschuldigung an. Es war dumm von mir, das zu sagen. Ich war stolz auf sie, aber mein Stolz wurde ins Gegenteil verkehrt und mir selbst zum Vorteil gereicht."

Karriereknick nach erfolgreichem Hollywood-Start

Eric Roberts begann seine Karriere vielversprechend und galt Ende der 1970er‑ und Mitte der 1980er‑Jahre als ernstzunehmendes Schauspieltalent in Hollywood. Nach frühen Erfolgen wie "King of the Gypsies" (1978) erreichte er mit "Runaway Train" (1985) den künstlerischen Höhepunkt seiner Laufbahn, der ihm 1986 seine einzige Oscar‑Nominierung einbrachte. 

An dieses Niveau konnte Roberts jedoch langfristig nicht anknüpfen, aufgrund von Drogenproblemen brach auch seine Karriere ein. Es folgten zahlreiche Gastrollen in TV-Serien sowie meist mittelmäßige bis deutlich unterdurchschnittliche Filme, häufig in Low‑Budget‑ oder Direct‑to‑Video‑Produktionen. Heute gilt Roberts als talentierter Schauspieler, dessen Karriere von Quantität statt nachhaltiger künstlerischer Konsequenz bestimmt wurde.

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