"Habe ich versemmelt": Das bedauert Iris Berben in ihrem Leben

Eine Frau mit weißem Kleid und silberner Handtasche lächelt.
Die beliebte deutsche Schauspielerin gab in einem aktuellen Interview offene Einblicke in ihr Seelenleben.

Iris Berben gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten und erfolgreichsten Schauspielerinnen und Schauspielern Deutschlands. Berben überzeugt regelmäßig sowohl im Fernsehen als auch auf der Leinwand durch Vielseitigkeit, Authentizität und Mut, schauspielerisch auch mal die Komfortzone hinter sich zu lassen.

Die inzwischen 75-Jährige hat nun in einem neuen Interview mit der Zeitschrift Gala bemerkenswert persönliche Einblicke in ihr Leben gegeben. 

Berben: "Mit dieser Emotionalität hätte ich nicht gerechnet"

Berben zeigte sich im Gespräch von ihrer emotionalen Seite. Ein Brief einer nahestehenden Person habe sie erst unlängst zutiefst bewegt. "Es ist nicht lange her, da hat mir eine nahe Person einen langen Brief geschrieben, der mich emotional sehr berührt hat", erzählt sie. "Mit dieser Emotionalität hatte ich bei mir nicht gerechnet. Wie schön, dass ich eben doch nicht so kontrolliert bin, wie ich oft annehme", gibt sie zu. "Dass ich immer auch noch neue Seiten an mir entdecke.“

Berben setzt sich gegen Altersdiskriminierung bei Frauen ein

Die Schauspielerin ist auch für ihr soziales Engagement bekannt. Unter anderem setzt sie sich gegen Antisemitismus ein, wofür sie im Februar mit dem CHOROS Award ausgezeichnet wird. Ein weiteres Thema, das Berben am Herzen liegt, ist die Rolle älterer Frauen in der Gesellschaft und insbesondere in der Filmbranche. Mit Gala sprach offen über den Druck, der auf Frauen lastet, und die schwindende Sichtbarkeit im Alter: "Man hat heute viele Möglichkeiten, schon allein durch Kleidung, wie man wahrgenommen werden will. Wir sollten dagegen kämpfen, aus der Gesellschaft zu verschwinden."

Das ist nicht das erste Mal, dass Berben über dieses Thema spricht. In einem Interview mit dem Stern aus 2025 wies sie auf den gesellschaftlichen Druck hin, der insbesondere Frauen zu äußerlicher Perfektion zwinge. "Ich finde, heute liegt der Fokus extrem auf Perfektion, auf einer vordergründigen Perfektion. Dabei wünscht sich kein wirklich wachsender Mensch Perfektion." Sie betonte zudem: "Es ist nicht schlecht, wenn man sich auch um das Innere seines Kopfes kümmert und das Hirn trainiert, nicht nur den Hintern."

Berbens Liebe zur Sprache

Im Gespräch mit Gala hebt Berben auch hervor, dass sie selbst großen Wert auf Bildung und kulturellen Austausch lege. Insbesondere ihre Begeisterung für Literatur und Sprachen habe ihr Leben bereichert. Dennoch bedauert sie, nicht mehr Zeit in das Erlernen von Fremdsprachen investiert zu haben: "Ich bin ein Sprachliebhaber. Ich lese so gerne, Literatur hat ganz viel Platz in meinem Leben. Mit fremden Sprachen kommst du, auch durch Literatur, an die Menschen, an das Unbekannte viel näher heran. Das habe ich leider versemmelt." 

Sympathisch offen gibt sie zu: "Ich bin ein ziemlich disziplinierter Mensch – also beruflich, im Leben nicht so."

Kommentare