Fragwürdig: Detail in Prinz Williams Video mit Charlotte irritiert

Prinz William
William entschuldigte sich in einer Videobotschaft für seine Abwesenheit beim Fußball-WM-Finale der Frauen. Nicht nur das stieß sauer auf.

Am Sonntag hat Prinz William die Leistung der englischen Fußballerinnen nach dem 0:1 im WM-Finale gegen Spanien gelobt. Auch wenn es nicht das Ergebnis gewesen sei, das man sich gewünscht habe, hätten die Lionesses (Löwinnen) die Nation stolz gemacht, schrieb der 41 Jahre alte britische Thronfolger in einer Mitteilung auf dem Kurznachrichtendienst X, vormals Twitter. Er fügte hinzu: "Euer Geist und Antrieb hat so viele inspiriert und den Weg geebnet für weitere Generationen. Danke für die Fußball-Erinnerungen."

William, der den Post mit einem W signierte - ein Zeichen dafür, dass er ihn selbst verfasst hatte - gratulierte auch den Spanierinnen zum Sieg. Er hatte vor dem Finale in der Kritik gestanden, weil er nicht zu dem Endspiel im australischen Sydney angereist war, obwohl er Präsident des englischen Fußballverbands FA ist.

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Frauenfußball nicht nur für Frauen

In einer Videobotschaft an das Team hatte er sich für seine Abwesenheit entschuldigt. "Es tut uns Leid, dass wir nicht persönlich anwesend sein können, aber wir sind so stolz auf alles, was ihr erreicht habt", sagte er in dem Video, das ihn an der Seite seiner Tochter Prinzessin Charlotte zeigt.

Kritik: William reproduziert diskriminierende Verhältnisse im Sport

Herbe Kritik gab es von Journalistin und Autorin Poorna Bell. Dass William die Frauen-Mannschaft nur mit seiner Tochter anfeuerte, statt auch seine Söhne ins Bild zu holen, stößt ihr sauer auf. Außerdem glaubt Bell, dass William sehr wohl zum Finale der Männer-WM gereist wäre. "Der Gender Gap im Sport beginnt schon in jungen Jahren. Es beginnt damit, dass sich jeder für Männersport als Standard interessieren sollte - und vor allem Frauen und Mädchen sich für Frauensport interessieren sollten. Das hat einen quantifizierbaren Einfluss auf die Mädchen im Sport, wie sicher sie sich in öffentlichen Räumen fühlen. Es hat Einfluss auf ihre Legitimität im Sport. Es beeinflusst das Verhalten von Burschen und wie sie Mädchen und Frauen behandeln und respektieren", schreibt sie auf Instagram.

Williams Video sei deshalb "unglablich enttäuschend" gewesen. "Wenn man wirklich für Gleichstellung ist, dann ist die Idee, dass Männersport besser ist, nicht zu verteidigen", so Bell in ihrem Post weiter.

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Berichten zufolge wollte William mit seiner Abwesenheit beim Finale einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Auch der britische Premierminister Rishi Sunak musste Kritik einstecken, weil er nicht nach Sydney geflogen war. Er postete auf X nach dem Ende des Spiels: Wir sind alle unglaublich stolz auf euch."

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