Eva Habermann: Sexuelle Schikane am Filmset
Schauspielerin Eva Habermann hat sich in einem Interview mit der deutschen Zeitung Bild zu belastenden Erfahrungen während ihrer Karriere geäußert. Dabei erhebt sie auch erschreckende Vorwürfe gegen einen Regisseur, der sie während Dreharbeiten massiv schikaniert haben soll.
"Sexuell bespaßen": Schockierende Forderung am Set
Wie Habermann erzählt, habe der Regisseur sie während der Arbeiten an einer Produktion mit einer verstörenden Bitte konfrontiert. "Da kam ein Regisseur während der Dreharbeiten auf mich zu und sagte, ich solle doch mal den Hauptdarsteller sexuell bespaßen, der könne schon gar nicht mehr spielen", erzählt die Schauspielerin im Interview. Ihre Antwort damals: "Das kann der sowieso nicht."
Doch die Situation beruhigte sich damit keineswegs, im Gegenteil: Der Regisseur habe sie bis zum Ende der Dreharbeiten schikaniert, so Habermann.
Ein strukturelles Problem der Branche
Den Namen des Regisseurs will die 50-Jährige nicht öffentlich machen. "Es spielt keine Rolle, wer der Regisseur war. Ich könnte etliche ähnliche Beispiele nennen", so Habermann. Die Schauspielerin sieht den Vorfall als Symptom eines größeren Problems: den Machtmissbrauch und die männlich dominierten Strukturen, die in der Filmbranche der 1990er-Jahre allgegenwärtig waren.
Heute, sagt sie, habe sich die Lage glücklicherweise verbessert. "Der Umgang mit Frauen hat sich seit den Neunzigern zum Glück deutlich verändert."
Selbstbewusstsein durch Erziehung
Dass sie sich damals wehren konnte, hat Habermann ihrer Erziehung zu verdanken, ist sie überzeugt. Ihre Mutter habe ihr und ihrer Schwester von Beginn an beigebracht, dass niemand das Recht habe, über ihren Körper oder ihre Entscheidungen zu bestimmen. Dieses Bewusstsein habe sie bis heute gestärkt.
Aktuell fühlt sich die Schauspielerin selbstsicherer denn je. "So etwas passiert mir jetzt nicht mehr. Ich bin 50 und finde das Alter großartig", betont Habermann, die sich vor kurzem für den Playboy fotografieren ließ.
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